Update

BVB siegt, Gladbach patzt : Haaland trifft erneut und Hoffenheim jubelt spät

Dortmund tut sich in Bremen lange schwer. Gladbacher Fans sorgen mit Hopp-Plakat für Spielunterbrechung und Düsseldorf überrascht in Freiburg.

Ein Naturereignis namens Haaland. Der norwegische Stürmer des BVB traf auch gegen Werder Bremen.
Ein Naturereignis namens Haaland. Der norwegische Stürmer des BVB traf auch gegen Werder Bremen.Foto: REUTERS/Fabian Bimmer

Erling Haaland trifft auch beim 2:0-Sieg gegen Bremen, Mönchengladbach spielt nur remis gegen Hoffenheim und Düsseldorf tritt beim 2:0 in Freiburg groß auf. Hertha geht hingegen im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln unter.

Bremen - Dortmund 0:2

Es stürmte und regnete am Samstagnachmittag in Bremen. Aber das eigentliche Naturereignis stand auf dem Rasen des Weserstadions: Erling Haaland, der 19 Jahre alte Norweger. Elf Tore erzielte der Angreifer in seinen bisherigen sieben Pflichtspielen für Borussia Dortmund. Darunter auch ein Treffer vor drei Wochen gegen Bremen, als Werder den BVB aus dem Pokal geworfen hatte. Doch bevor Haaland nun erneut mit seinen raumgreifenden Schritten über das Feld rasen sollte, wurde es ganz still im Stadion. Wie in allen Arenen wurde auch im Weserstadion eine Gedenkminute für die Opfer des Anschlags in Hanau gehalten. Danach wurde es laut – und zur freudigen Überraschung der meisten Zuschauer spielten die Bremer gut mit. Sieben Minuten nach der Pause erzielte BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou nach einem Eckball dann aber die Führung. Und mit dem Führungstreffer kam auch Haaland ins Rollen. Zunächst verpasste er noch knapp. Aber in der 66. Minute lief Haaland nach einer Hereingabe von Achraf Hakimi einen perfekten Laufweg und traf aus wenigen Metern zum 2:0. Es war die Entscheidung in einem Spiel, in dem bis dahin beide Mannschaften auf einem Niveau waren. Davon hatten die Bremer am Ende nichts. Es war die achte Niederlage aus den letzten neun Spielen. Bremens Geschäftsführer Frank Baumann stärkte Trainer Florian Kohfeldt erneut den Rücken. „Wir reden weiter mit dem Trainer und nicht über den Trainer“, sagte Baumann.

Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 1:1

Dieses Duell klang nach viel Sturm und Drang – und wäre beinahe verpufft. Wegen eines Plakats in der Fankurve der Gladbacher stand die Begegnung kurz vor dem Abbruch. „Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft“, war da zu lesen als Reaktion auf das Urteil des DFB-Sportgerichts, das Borussia Dortmund wegen Beleidigungen von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zum Fan-Ausschluss bei den kommenden beiden Spielen in Hoffenheim verurteilt hatte. Erst nachdem Ordner intervenierten, verschwand das Plakat ebenso wie eines mit einem Hopp-Gesicht im Fadenkreuz. Die Aktion der Fans kurz nach der Pause hatte zu einer Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Felix Brych geführt. „Ich habe gesagt: Wenn das Plakat nicht verschwindet, gehen wir heim. Dann können sie die drei Punkte haben“, sagte Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder. Danach hatte es bis zu diesem Zeitpunkt sowieso ausgesehen. Elf Minuten waren gespielt, als Matthias Ginter nach einem Eckball zum 1:0 für die Borussia einschoss. In der 75. Minute verpasste Alassane Plea dann wohl die Entscheidung, als er mit einem Elfmeter an Torhüter Oliver Baumann scheiterte. Hoffenheim steckte nicht auf und kam in den Nachspielzeit durch einen Kopfball von Lucas Ribeiro doch noch zum Ausgleich.

Freiburg - Düsseldorf 0:2

Die Düsseldorfer fielen zuletzt dadurch auf, dass sie immer gut loslegten. Das war auch gegen Freiburg so. Nach sechs Minuten lag der Ball im Netz des Tores der favorisierten Freiburger. Nur wurde der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Die Gäste beschwerten sich kurz, dann stürmten sie weiter – und wurden in der 37. Minute belohnt. Nach einer Flanke von Kevin Stöger drückte André Hoffmann den Ball ins Tor. Die Führung war verdient, und es sollte noch besser kommen für Fortuna. In der 61. Minute sprintete Erik Thommy wie im Film Forrest Gump über das Feld und erhöhte auf 2:0 für die starke Mannschaft von Trainer Uwe Rösler. Freiburgs Coach Christian Streich schimpfte und schimpfte den Rest des Spiels am Spielfeldrand. Aber der ganze Groll änderte letztlich nichts an der Niederlage. (Tsp)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!