Champions League : Juventus verspielt 2:0 gegen Tottenham - ManCity souverän

Guter Abend für die englischen Klubs in der Champions League: Tottenham holt in Turin ein 0:2 auf und Manchester City kann nach einem klaren Sieg in Basel schon für das Viertelfinale planen.

Douglas Costa wird von Serge Aurier elfmeterreif gefoult. Doch den anschließenden Strafstoß verschießt Gonzalo Higuain - es wäre zu diesem Zeitpunkt das 3:1 für Juve gewesen.
Douglas Costa wird von Serge Aurier elfmeterreif gefoult. Doch den anschließenden Strafstoß verschießt Gonzalo Higuain - es wäre...Foto: Reuters

Gonzalo Higuain lief an, so wie er das am Dienstagabend im Stadion von Juventus Turin schon einmal getan hatte. Doch bei seinem zweiter Elfmeter zielte der Argentinier etwas zu hoch. Der Ball knallte an die Latte und sprang von dort zurück ins Feld. Anschließend pfiff der deutsche Schiedsrichter Felix Brych die erste Halbzeit ab. Juve ging im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur statt mit einem 3:1 nur mit einem 2:1 in die Pause. Und der 30-jährige Angreifer Higuain erlebte die für den Fußball so typische Wandlung und wurde in wenigen Minuten vom umjubelten zum tragischen Helden.

Am Ende von 90 aufregenden Minuten stand ein 2:2 (2:1) – ein Ergebnis, das nicht nur Higuain auf Seiten der Turiner nachdenklich stimmen dürfte. Dabei hatte der Abend für ihn zunächst vielversprechend begonnen. Schon nach nicht einmal zehn Minuten führte Juve durch zwei Treffer des Stürmers 2:0. Zunächst hatte er nach einem Freistoßtrick der Italiener mit feinem Volleyschuss die Führung besorgt, wenig später war er dann vom Punkt erfolgreich. Die Spurs mussten sich danach erst einmal sammeln, was allerdings ein bisschen dauerte. Juventus machte seinerseits die Räume dicht, zog sich zurück und lauerte auf Konter. Einer diese Gegenstöße hätte beinahe zum 3:0 geführt. Higuain vergab die Gelegenheit allerdings.

Doch dann waren die Gäste plötzlich zur Stelle. Harry Kane bekam den Ball links am Strafraum in den Lauf serviert, umkurvte anschließend Gianluigi Buffon im Juve-Tor und schob zum Anschluss ein. Das alles wäre für die Turiner nicht weiter schlimm gewesen, wenn Higuain seinen zweiten Strafstoß der ersten Halbzeit verwandelt hätte. So aber lagen die Spurs nach 45 Minuten zwar zurück, waren aber dennoch in gewisser Weise obenauf.

Ilkay Gündogan traf bei ManCitys 4:0 in Basel doppelt

Nach dem sehr unterhaltsamen ersten Durchgang ging es auch nach dem Wechsel flott weiter. Dabei bot sich immer wieder das gleiche Bild. Die Londoner hatten deutlich mehr Ballbesitz, Juventus blieb nach Kontern stets gefährlich. Aber das vergebene dritte Tor lastete so ein wenig auf dem Spiel des Meisters aus Italien. Tottenham spürte, dass da noch was gehen könnte. Und tatsächlich: Per Freistoß kamen die Londoner zum 2:2-Ausgleich. Christian Eriksen überwand Buffon mit einem Flachschuss aus 20 Metern ins Torwarteck. Nun konnten die Spurs ihrerseits abwartender agieren und Juventus kommen lassen. Doch es kam nicht mehr besonders viel, die Turiner schafften es nicht, noch einmal Druck zu entwickeln und müssen nun im Rückspiel am 7. März in London auswärts wohl gewinnen.

Der Ex-Herthaner Valentin Stocker war mit Basel gegen Manchester City chancenlos.
Der Ex-Herthaner Valentin Stocker war mit Basel gegen Manchester City chancenlos.Foto: Reuters

Weitaus weniger umkämpft verlief das zweite Achtelfinalspiel am Dienstagabend. Manchester City gelang beim FC Basel ein deutlicher 4:0-Sieg (3:0) und kann damit bereits sicher für das Viertelfinale planen. Deutschlands Nationalspieler Ilkay Gündogan brachte den Tabellenführer der Premier League nach einer Viertelstunde per Kopf in Führung, nach der Pause steuerte er mit einem platzierten 20-Meter-Schuss noch einen zweiten Treffer bei, es war zu diesem Zeitpunkt schon das 4:0. Dazwischen hatten auch noch Bernardo Silva und Sergio Aguero für City getroffen. Und die Schweizer? Hatten nur in den Anfangsminuten kurz ein bisschen Hoffnung auf eine Überraschung. Zweimal versuchte dabei der frühere Herthaner Valentin Stocker offensiv Akzente zu setzen. Doch es blieb beim Versuch, am Ende war Basel mit dem 0:4 sogar noch gut bedient. (Tsp)

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