Degradiert zum Reservisten : Alcácer vor seiner Rückkehr nach Spanien

Paco Alcácer steht vor einem Abschied aus Dortmund. Durch die Verpflichtung von Erling Haaland war der Spanier nur noch zweite oder dritte Wahl.

Nur noch Reservist. Durch die Verstärkung von Erling Haaland fiel Paco Alcácer zum Rückrundenauftakt aus dem Kader.
Nur noch Reservist. Durch die Verstärkung von Erling Haaland fiel Paco Alcácer zum Rückrundenauftakt aus dem Kader.Foto: Ina Fassbender/AFP

Für Paco Alcácer sind die Tage bei Borussia Dortmund nach nur eineinhalb Jahren offenbar gezählt. Der 26 Jahre alte Spanier fehlte am Donnerstagmorgen beim Training des Fußball-Bundesligisten. Dem Vernehmen nach soll er stattdessen einen Medizincheck beim FC Villarreal absolviert haben. Aus Frust über sein anhaltendes Reservistendasein strebt der Torjäger eine Rückkehr in seine Heimat an. Im Gespräch ist eine Ablöse in Höhe von rund 25 Millionen Euro plus Bonuszahlungen.

Dieser Verkaufserlös könnte der Borussia weiteren finanziellen Spielraum für die geplante Verpflichtung von Emre Can eröffnen. Laut italienischen Medien sitzt der deutsche Nationalspieler von Juventus Turin bereits auf „gepackten Koffern“ und ist sich mit dem BVB längst einig. Schon seit Tagen halten sich Gerüchte über eine nahe Verpflichtung des 26-Jährigen. Er soll die mitunter wackelige BVB-Defensive stabilisieren.

Neue Konkurrenz durch Haaland

Der Abgang von Alcácer käme nicht überraschend. Nach seinem spektakulären Start beim BVB, bei dem er mit zahlreichen Treffern diverse Bundesliga-Rekorde knackte, war es um den einstigen Profi des FC Barcelona zuletzt still geworden. Zum Rückrundenstart in Augsburg (5:3) gehörte er nicht zum Kader, in der folgenden Partie gegen Köln (5.1) saß er 90 Minuten auf der Bank. Statt Alcácer sorgte BVB-Winterzugang Erling Haaland als fünfmaliger Torschütze in den beiden Partien für Schlagzeilen.

Der Verkauf des Edelreservisten wäre kein Verlustgeschäft. Für den vom FC Barcelona zunächst nur ausgeliehenen Angreifer hatte der Tabellenvierte im Februar 2019 rund 23 Millionen Euro bezahlt. (dpa)

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