Deutsche Tennishoffnung : Zverev verpasst bei Tennis-Weltmeisterschaft das Halbfinale

Niederlage für WM-Neuling Alexander Zverev: Der 20-Jährige aus Hamburg unterlag in seinem dritten Gruppenmatch bei den ATP Finals dem US-Amerikaner Sock.

Für WM-Neuling Zverev ist das Turnier beendet.
Für WM-Neuling Zverev ist das Turnier beendet.Foto: REUTERS/Toby Melville

Alexander Zverev hat das Halbfinale der Tennis-Weltmeisterschaft verpasst. Der 20-Jährige aus Hamburg unterlag am Donnerstagabend in London in seinem dritten Gruppenmatch bei den ATP Finals dem US-Amerikaner Jack Sock 4:6, 6:1, 4.5 und wurde Dritter seiner Gruppe.

Für WM-Neuling Zverev ist das Turnier damit beendet, Sock spielt am Samstag gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow um den Einzug in das WM-Finale am Sonntag.

Der Profi aus Kansas City bereitete Zverev von Beginn an Schwierigkeiten. Durch variable Angriffe ließ er ihn nicht zu seinem Rhythmus finden, so dass der Deutsche seine großen Stärken - die Grundlinienschläge und die Aufschläge - zu selten zur Geltung bringen konnte. Nach einem Break gewann Sock den ersten Satz 6:4.

Im zweiten Durchgang verbesserte sich Zverev deutlich. Sein Spiel wurde präziser, und ihm unterliefen kaum noch Fehler. Durch zwei schnelle Breaks brachte er sich 4:0 in Front und gewann den Satz ungefährdet. Im entscheidenden Durchgang verpasste Zverev die Chance, sich abzusetzen, und half Sock durch eigene Fehler. Zwar holte der Deutsche einen 2:4-Rückstand auf, doch am Ende behielt der US-Profi die Oberhand.

Der 25-Jährige ist bei den mit acht Millionen US-Dollar dotierten ATP Finals der erste Amerikaner in der Runde der letzten vier Profis seit 2007.

Letzter deutscher Halbfinalist beim Saisonabschluss der besten acht Spieler des Jahres war Rainer Schüttler vor 14 Jahren. Er verlor damals in der Vorschlussrunde in Houston gegen den US-Amerikaner Andre Agassi. Schüttler war vor Zverev der letzte deutsche Teilnehmer bei den Finals überhaupt. Boris Becker ist der bislang letzte deutsche WM-Sieger. Er gewann das Turnier 1995 in Frankfurt. (dpa)

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