Die Zweite Liga nach der Winterpause : Höchstspannung im Aufstiegsrennen

Wenn das Meisterschafts-Duell in der Bundesliga entschieden sein sollte, bleibt uns der Aufstiegskampf in Liga zwei. Heute geht es wieder los. Ein Kommentar.

Fokussiert: Alexander Meier köpft beim Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli einen Ball.
Fokussiert: Alexander Meier köpft beim Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli einen Ball.Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Der größte Star darf nicht spielen. Wenn die Zweite Liga von Dienstag bis Donnerstag aus der Winterpause kommt, wird Anthony Modeste wohl noch immer auf der Tribüne sitzen. Seit seiner Rückkehr zum 1. FC Köln im November wartet der Stürmer auf die Spielerlaubnis. Der Franzose wirft seinem chinesischen Ex-Verein Tianjin Quanjian vor, ihn zu blockieren. Doch auch ohne ihn zählt der 1. FC Köln, derzeit Tabellenzweiter, zu den Favoriten auf den Aufstieg. Ein Stürmerproblem hat der Verein sowieso nicht: Simon Terodde führt mit 22 Treffern die Torschützenliste an.

Stürmer im Wartestand: Anthony Modeste will endlich seine Tore sprechen lassen.
Stürmer im Wartestand: Anthony Modeste will endlich seine Tore sprechen lassen.Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Eine Garantie für den Aufstieg ist Terodde selbstverständlich nicht, die Klubs drängen sich oben dicht an dicht. An der Spitze steht der HSV. In Lauerstellung liegen St. Pauli, der 1. FC Union, Kiel, Heidenheim und Paderborn. Sogar Bochum auf Platz acht rechnet sich noch Chancen auf den Aufstieg aus. Mit der richtigen „Rückrunden-Mentalität sei alles möglich“, sagt Bochums Abwehrspieler Patrick Fabian. Klar ist: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Sollte sich das Meisterschaftsduell in der Bundesliga schon früh entscheiden, können sich die Fußballfans sicher auf einen spannenden Aufstiegskampf in Liga zwei freuen – ob mit oder ohne Modeste.

Der "Fußball-Gott" spielt am Millerntor

Dazu beitragen könnte auch der in Frankfurt als „Fußball-Gott“ geltende Alex Meier. Der Stürmer kehrt nach mehr als 15 Jahren ans Millerntor zurück. Trotz seiner 36 Jahre soll er dem FC St. Pauli dabei helfen, den dritten Platz zu verteidigen. Zwar gibt es keine Probleme mit der Spielerlaubnis – aber mit Meiers Kraft. Für 90 Minuten reiche es noch nicht, sagt Trainer Markus Kauczinski. Doch vielleicht braucht der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig ja am Dienstagabend auch nur zehn Minuten für einen Treffer gegen Darmstadt.

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