• Dopingsünder unerwünscht Europas Leichtathletik-Sportfeste einigen sich auf Startverbote

Sport : Dopingsünder unerwünscht Europas Leichtathletik-Sportfeste einigen sich auf Startverbote

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Birmingham - Dopingsünder sind auch künftig bei den großen europäischen Leichtathletik-Sportfesten unerwünscht. Die Direktoren der rund 50 Euro-Meetings einigten sich am Rande der Hallen-EM in Birmingham auf eine gemeinsame Linie. „Athleten, die gedopt haben und solche, die den Sport durch ihre Präsenz in Verruf bringen, wollen wir bei uns nicht sehen“, sagte Gerhard Janetzky, der Chef des Berliner Istaf. Zu den Euro-Meetings gehören die Veranstaltungen der Golden League, der World Athletics Tour des Weltverbandes IAAF sowie Treffen des Europa-Verbandes EAA.

Der Appell wird nach Überzeugung von Gerhard Janetzkys von allen Kollegen befolgt. „In Europa sind wir uns da einig. Jeder muss aufpassen“, forderte er. Der des Dopings überführte 100-Meter-Weltrekordler Justin Gatlin aus den USA „wird beim Istaf nicht mehr starten“, auch Dwain Chambers und Marion Jones nicht. „Das sind Leute, die wir nicht mehr sehen wollen, weil sie dem Sport in der Vergangenheit geschadet haben“, meinte Janetzky.

Olympiasieger Gatlin war im Sommer 2006 des Testosteron-Dopings überführt worden; gegen seine achtjährige Wettkampfsperre durch die US-Antidoping-Agentur Usada hat der Sprinter Einspruch eingelegt. Marion Jones war im Juni 2006 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet, durch eine negative B- Probe aber entlastet worden.

Der kanadische Sprinter Ben Johnson, der 1988 für den bis dahin spektakulärsten Dopingfall der Sportgeschichte gesorgt hatte, tauchte Mitte Januar plötzlich beim Leipziger Hallenmeeting auf – als Trainer. „Was die Kollegen in Leipzig da gemacht haben, finde ich nicht so originell“, sagte Janetzky. dpa

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