Dortmund gegen Bayern : So gucken die Fans das Spitzenspiel in Berlin

Berliner Fans der beiden Vereine treffen sich in Kneipen zum Public Viewing - natürlich getrennt. Die Dortmunder gucken in Mitte, die Bayern in Spandau.

Paul Wegener
Fans des FC Bayern München gucken in einer Kneipe Fußball.
Fans des FC Bayern München gucken in einer Kneipe Fußball.Foto: Tobias Hase/dpa

Alle Fußballfans blicken nach Dortmund. Der Tabellenführer empfängt den Dritten Bayern München. Ein absolutes Spitzenspiel. Auch in Berlin blickt man mit Vorfreude nach Dortmund. Doch wie verfolgen die Fans aus Berlin das Duell?

Viele Dortmunder werden in ihrer Fankneipe "Denk Mal Lounge" in Mitte gucken. Jürgen Villwock, Chef der Bar, sagt: „Beim Spiel herrscht hier der absolute Wahnsinn“. Zwischen den Fangesängen höre man sicher das ein oder andere Glas auf dem Boden zerbrechen. Für Bayern-Fans gilt striktes Einlassverbot – es wäre sowieso kein Platz mehr frei.

Seit über einer Woche ist die Bar restlos ausgebucht: 110 Fans haben Sitzplätze reserviert. Außerdem erwartet Villwock weitere 100 Gäste an den Stehtischen. Der Besitzer ist für das Spiel zuversichtlich: Er tippt auf ein 3:1 für Dortmund. Wenn er Recht behalten sollte, gebe es eine „Party ohne Ende“.

Bayern-Fans sind skeptisch

Etwas entspannter geht es bei den Münchner Fans im Restaurant „Goldener Anker“ in Spandau zu. Dort trifft sich der Fanclub „Bavaria Spandau“. Deren Vize-Vorsitzender André Stötzer erwartet etwa 50 Gäste für das Spitzenspiel. Doch nicht nur Mitglieder des Fanclubs von Bayern München können hier auf einer großen Leinwand das Spiel gucken. Auch andere Bayern-Fans sind eingeladen. Stötzer ist stolz, dass es sogar Augustiner Bier aus München gibt. Gemeinsam wollen die Bavaria-Mitglieder mit Fangesängen ihren Verein unterstützen.

Die Stimmung bei den Bayern-Fans sei zur Zeit nicht besonders gut, erzählt Stötzer. Auch für das Spiel gegen Dortmund seien viele Mitglieder nicht sehr optimistisch. Er selbst aber glaubt an einen knappen Erfolg in Dortmund. „Es kommt auf die Aufstellung an“, meint er, „die Jungen wie Gnabry oder Sanches können es richten.“

In Berlin gucken die Dortmunder und Münchner also streng getrennt. Während in Mitte die Erwartungen hoch sind, befürchtet man in Spandau, dass am Ende das Augustiner Bier das einzige Highlight ist.

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