Sport : Ein schwacher Sieg

Handball: Flensburg bangt um Finaleinzug

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Flensburg - Es hätte besser laufen können für die SG Flensburg-Handewitt. Nun aber muss der Handball-Bundesligist in der Champions-League um den Finaleinzug bangen. Die Schleswig-Holsteiner gewannen am Freitag vor 6300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle in Flensburg das Halbfinal-Hinspiel gegen den CBM Valladolid zwar 32:30 (17:15), doch der Vorsprung für das Rückspiel am 1. April erscheint unkomfortabel. Schließlich ist der spanische Erstligist für seine Heimstärke bekannt.

Die Gastgeber hatten gestern Abend schon in der Anfangsphase Mühe, ihre Nervosität abzulegen. Mehrere Tormöglichkeiten vergaben die Flensburger sehr leichtfertig, technische Fehler im Aufbau bremsten das schnelle Angriffsspiel der Norddeutschen. Auch in der Abwehr kamen die Flensburger nicht wie gewohnt zum Zuge. Dan Beutler im Tor der Gastgeber verhinderte mehrfach mit herausragenden Paraden einen Rückstand. Die Spanier ließen die Deutschen nicht davonziehen. Höchster Vorsprung des Bundesligisten in den ersten 30 Minuten waren drei Tore. In der zweiten Halbzeit schien es besser zu laufen, doch auch ein Vier-Tore-Vorsprung des Bundesligisten hielt nicht lange. Mehrfach scheiterten die Deutschen am sicheren spanischen Torhüter Jose Manuel. Marcin Lijewski war der erfolgreichste Torschütze bei den Flensburgern mit sieben Treffern. Auf der Gegenseite traf der Montenegriner Alen Muratovic ebenfalls sieben Mal.

Der Tabellenfünfte der spanischen Liga, der im Viertelfinale den VfL Gummersbach ausgeschaltet hatte, ließ sich von der Kulisse in der Campushalle nicht beeindrucken und hielt sich alle Chancen für das Rückspiel offen. Der Respekt vor dem Gegner ist beim Bundesligisten jedenfalls groß. „Valladolid hat in Gummersbach gewonnen“, hatte SG-Coach Kent-Harry Andersson vor dem gestrigen Spiel gesagt. „Das haben wir diese Saison nicht geschafft.“ Der Trainer des Gegners, Juan Carlos Pastor, hatte aber die Favoritenrolle den Flensburgern zugeschoben. „Die SG Flensburg-Handewitt hat die größere Erfahrung“, sagte Pastor, der auch spanischer Nationaltrainer ist.dpa

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