• Einer der besten Biathleten der Geschichte: Martin Fourcade beendet überraschend seine Karriere

Einer der besten Biathleten der Geschichte : Martin Fourcade beendet überraschend seine Karriere

Am Samstag hat der Franzose im letzten Saisonrennen noch die Chance auf den Sieg im Gesamtweltcup. Dann ist Schluss für den 31 Jahre alten Ausnahmebiathleten.

Martin Fourcade hat im Biathlon dominiert, wie es zuvor nur Ole Einar Björndalen gelungen war.
Martin Fourcade hat im Biathlon dominiert, wie es zuvor nur Ole Einar Björndalen gelungen war.Foto: Marco Bertorello / AFP

Etwas überraschend wird Frankreichs Biathlon-Star Martin Fourcade seine Karriere beenden. „Danke für die Reise. Zeit auf Wiedersehen zu sagen“, teilte der 31-Jährige am Freitagabend in den sozialen Medien mit. Fourcade war erst am Donnerstag beim vorzeitigen Saisonfinale im finnischen Kontiolahti im Sprint Zweiter geworden. Damit ist die Verfolgung am Samstag (13.45 Uhr) das letzte Rennen des Franzosen. Da geht es für ihn gegen seinen norwegischen Rivalen Johannes Thingnes Bö noch um den Sieg im Gesamtweltcup. Sollte Fourcade das schaffen, wäre es sein achter Gesamtsieg. Aber Bö ist im Vorteil.

„Großer, großer Champion“, antwortete Deutschlands Skijäger Simon Schempp, der sich Fourcade bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang im Massenstart im Fotofinish knapp geschlagen geben musste. Fourcade will nun sportpolitisch aktiv werden.

Fourcade hatte das vergangene Jahrzehnt dominiert, wie zuvor nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen. Der Ausnahmekönner gewann als erster Skijäger der Geschichte als „Meister aller Klassen“ sieben Mal in Serie die Große Kristallkugel und war der Erste, der bei sieben aufeinanderfolgenden Großereignissen in einem Einzelrennen Gold holte. Der zweimalige Familienvater hat 78 Weltcupsiege zu Buche stehen, nur Björndalen ist mit 94. im Biathlon besser. Zudem wurde er fünf Mal Olympiasieger, 13 Mal Weltmeister, holte zudem zehn Mal WM-Silber, fünf Mal WM-Bronze und zwei Mal Olympia-Silber.

„Mein Wille, das Beste zu geben und Berge zu versetzen, ist immer noch vorhanden. Aber die Fortsetzung meines Wachsens als Mann, als Vater, muss jetzt auf anderen Wegen geschehen. Es ist Zeit, sich zu verabschieden“, sagte Fourcade. (dpa)

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