Eisbären Berlin : Jonas Müller geht entspannt ins Comeback

Erstmals nach fast zwei Monaten steht Jonas Müller am Donnerstag gegen die DEG wieder im Kader der Eisbären Berlin.

Jonas Müller hat in dieser Saison erst fünf Spiele in der DEL für die Eisbären bestritten.
Jonas Müller hat in dieser Saison erst fünf Spiele in der DEL für die Eisbären bestritten.Foto: dpa

Fünf Spiele hat Jonas Müller für die Eisbären in dieser Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erst bestreiten können. Das letzte am 28. September endete mit dem Abtransport ins Krankenhaus. Nach dem Check eines Gegners hatte sich der inzwischen 23-Jährige eine Schultereckgelenksprengung zugezogen, die ihn fast zwei Monate außer Gefecht setzte. Am Donnerstag im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG (19.30 Uhr/Arena am Ostbahnhof) gibt Müller nun endlich sein Comeback. „Ich freue mich, dass es jetzt wieder losgeht für mich. Es zwickt zwar ab und zu noch ein bisschen, aber der Arzt hat gesagt, dass das ganz normal ist“, sagte der Nationalverteidiger am Mittwoch nach dem Training.

Trainer Clement Jodoin will seinen Spieler „allmählich“ wieder in Bestform bringen. Deshalb wird er ihn gegen die DEG noch nicht so oft einsetzen wie das vor der Verletzung der Fall war. Müller selbst will sich in seinem ersten Spiel nach der Pause auf die Eishockey-Basics konzentrieren: „Ich versuche zunächst einmal, hinten alles dicht zu machen und einfach zu spielen“, sagte er.

Müller steht zur Wahl als Sportler des Jahres

Jodoin ist zwar mit dem zufrieden, was er im Training von Müller gesehen hat, aber „Drucksituation in einem Spiel sind etwas ganz anderes“, weiß der Berliner Coach. Und dann ist da natürlich auch immer die Gefahr, es gleich zu gut machen zu wollen. In diesem Punkt sieht sich Müller aber nicht gefährdet: „Ich bin keiner, der schnell ungeduldig wird. Ich gehe das eher entspannt an.“ Nur einen Wunsch hätte er dann doch: „Ich hoffe natürlich, dass es bei mir nicht so läuft wie bei Kai und ich nach einem Spiel schon wieder raus muss.“ Verteidiger-Kollege Kai Wissmann hatte sich gleich in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause erneut einen Fingerbruch zugezogen und fällt wieder für Wochen aus.

Jonas Müller hofft auf ein positives Ende eines für ihn aufregenden Jahres. Bei Olympia hätte er Deutschland mit seinem Tor im Finale fast zur Goldmedaille geschossen, auch die Meisterschaft in der DEL war zum Greifen nahe. Fast folgerichtig steht er nun zur Wahl als Berlins Sportler des Jahres – mit dem Team der Eisbären und zusätzlich auch allein. „Das ist schon eine coole Sache, dass ich dabei bin, obwohl Eishockey ja eigentlich eine Teamsportart ist. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt“, sagt er.

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Angesichts der großen Eisbären-Fangemeinde hat Müller durchaus gute Chancen bei der Abstimmung. Es wäre für ihn der krönende Abschluss eines grandiosen Jahres – in dem er jetzt noch einmal so richtig durchstarten will.

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