Eisbären Berlin schlagen Köln 3:2 : Noebels hat das letzte Wort

Die Eisbären besiegen Köln 3:2 nach Verlängerung. Das Heimspiel der Berliner sorgte dabei einige Male für Verwirrung bei allen Beteiligten.

Marcel Noebels (links) traf in der Verlängerung zum Sieg für die Eisbären.
Marcel Noebels (links) traf in der Verlängerung zum Sieg für die Eisbären.Foto: imago images/Bernd König

Leonhard Pföderl ließ es mächtig krachen. Sein Schlagschuss sprang von der Lattenunterkante direkt auf den Schläger von Frank Hördler, der danach locker einschieben konnte. Die Eisbären führten 1:0 – dachten alle. Doch die Schiedsrichter fuhren zum Videobeweis, allerdings nur, um zu überprüfen, ob der Puck womöglich schon bei Pföderls Pfund hinter der Torlinie war. Klarer Fall – nein.

Unklar war dafür dann der in der Halle durchgegebene Torschütze Lukas Reichel. Der hatte zwar mit einem Pass auf Pföderl seinen Anteil am Treffer, aber mehr auch nicht. Später sahen das auch die Offiziellen so, aber da stand es bereits 1:1, für Köln hatte Frederik Tiffels ausgeglichen.

Die Verwirrung passte zu diesem Eishockeyspiel am Freitagabend, in dem sich am Ende die Gastgeber aus Berlin vor 12 607 Zuschauern 3:2 (0:0, 1:1, 1:1/1:0) nach Verlängerung durchsetzten. Die Mannschaften lieferten sich ein durchaus eigenartiges Duell, in dem sowohl den Eisbären als auch den Haien gerade vor dem gegnerischen Kasten häufig der Durchblick fehlte.

Immer wieder gab es vielversprechende Ansätze, bei den Gästen oft dann, wenn sie sich im Drittel der Berliner gefühlt minutenlang festsetzten. Und bei den Eisbären gab es teils überfallartige Angriffe, in denen sie ihr offensives Potenzial andeuteten.

Im ersten Drittel dominierten die Defensivreihen, Reichel hätte die Berliner bei einem Konter in Führung bringen können. Aber auf der anderen Seite rettete Sebastian Streu mit einem beherzten Haken das 0:0, Kölns Jonathan Matsumoto hatte das leere Tor schon vor sich.

Im Mittelabschnitt vergaben die Eisbären nach den beiden Treffern eine lange doppelte Überzahl und weil auch in letzten 20 regulären Minuten nach Powerplay-Treffern von Colby Genoway für Köln und Sean Backman für die Eisbären kein Sieger feststand, gab es noch ein bisschen Zugabe. Dort erzielte Marcel Noebels schließlich den umjubelten Siegtreffer.

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