Eisbären gegen Köln : Es muss nicht immer Sonntag sein

Die Eisbären empfangen am Freitagabend die Kölner Haie. Anders als zuletzt könnte es dabei in der Mercedes-Benz-Arena richtig voll werden.

Gegen Straubing war es luftig in der Halle, nur 7610 Zuschauer kamen - so wenig wie noch nie zuvor bei einem DEL-Heimspiel der Eisbären.
Gegen Straubing war es luftig in der Halle, nur 7610 Zuschauer kamen - so wenig wie noch nie zuvor bei einem DEL-Heimspiel der...Foto: Imago/Mario Stiehl

Am Freitag könnte es bei den Eisbären einen Saisonrekord geben. Wenn die Kölner Haie in die Arena am Ostbahnhof kommen (19.30 Uhr), rechnen die Berliner mit einer fast vollen Halle. Nach dem Minusrekord für ein Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Dienstag gegen Straubing mit nur 7610 Besuchern wäre das ein bemerkenswerter Anstieg – oder auch nicht.

Spiele am Freitagabend sind traditionell besser besucht als Begegnungen unter der Woche. Das ist nicht einmal unbedingt vom Gegner abhängig. Und dass die Eisbären ein Zuschauerproblem haben, entspricht ohnehin nicht den statistisch belegbaren Tatsachen. In dieser Saison liegt der Schnitt nach elf Heimspielen bei 11 137 Fans – das sind knapp 500 mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison. Ausverkauft war zwar noch kein Spiel, aber das ist in den ersten Monaten einer Saison auch normal, seit die Eisbären nicht mehr die Übermannschaft der DEL sind und die 2008 in Betrieb genommene Großarena inzwischen bald jeder Berliner schon einmal besucht hat.

Die meisten Zuschauer kommen allerdings auch in diesem Jahr noch am Sonntag zur familienfreundlichen Nachmittagszeit in die Halle – auch die Bestmarke in dieser Saison mit 13 216 Fans stammt von einem dieser 14-Uhr-Termine. Davon gibt es 2018/19 aber nur fünf bei 26 Hauptrunden-Heimspielen. Deutlich häufiger mit zwölfmal wird am Freitagabend um 19.30 Uhr Eishockey geboten.

Auch dieser Termin ist bei Fans beliebt, auch weil er sich über die Jahre etabliert hat. Für das Spiel gegen Köln gibt es noch wenige Karten und spätestens rund um die Feiertage im Dezember und Januar werden die Eisbären auch wieder eine ausverkaufte Arena vermelden können – ganz unabhängig vom Wochentag.

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