Eisbären gegen Mannheim : Wackelabwehr gegen Serientäter

Die Eisbären treffen auf formstarke Mannheimer. Der Meister kommt mit zehn Siegen in Serie nach Berlin.

Lange Gesichter. Die Eisbären hatten zuletzt vor allem defensiv große Probleme.
Lange Gesichter. Die Eisbären hatten zuletzt vor allem defensiv große Probleme.Foto: dpa

Und jetzt kommt Mannheim! Zweimal haben die Eisbären Berlin in dieser Saison schon gegen die Adler gespielt, zweimal waren sie chancenlos. 3:7 und 1:4 hieß es in diesen Spielen, die beide auswärts stattfanden. Von seiner Topform war der Meister seinerzeit aber jeweils noch ein gutes Stück entfernt. Das ist diesmal anders, die Mannheimer haben ihre vergangenen zehn Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) allesamt gewonnen.

„Mannheim hat einen Lauf, das wissen wir, sie sind ein gutes Team“, sagte Eisbären-Trainer Serge Aubin nach dem Training am Donnerstagvormittag. Von seinen Spielern fordert er, dem Gegner am Freitag (19.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof und live im Eisbären-Blog des Tagesspiegels) „alles, was wir haben“ entgegenzusetzen.

Die Eisbären kassierten zuletzt in fünf von sechs Spielen fünf Gegentreffer

Das allerdings könnte zum Problem werden, denn die Berliner müssen wie zuletzt beim 1:5 gegen Krefeld auf neun Spieler verzichten, wobei die Ausfälle von Leonhard Pföderl, André Rankel, John Ramage (alle verletzt) und Lukas Reichel (U-20-Nationalmannschaft) besonders schwer wiegen.

Allerdings hat auch der Gegner Personalprobleme, der Kader des Teams von Trainer Pavel Gross ist aber in der Breite so stark, dass das Fehlen von Leistungsträgern offenbar mühelos kompensiert werden kann. So wird vor allem offensiv von den Adlern einiges auf das Berliner Tor zurollen.

Und das trifft sich schlecht, denn zuletzt war die Defensive das große Manko im Spiel der Eisbären. In fünf der vergangenen sechs Spiele gab es fünf Gegentreffer. Auch deshalb wurde am Donnerstag das Abwehrverhalten geübt, wobei Aubin seine Angreifer besonders in die Pflicht nahm und mit ihnen an deren Stellungsspiel arbeitete.

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„In den Spielen in Mannheim haben wir ihnen zu oft nur zugesehen“, kritisierte der Berliner Coach. Gleiches galt auch am Dienstag gegen Krefeld, als die Berliner dem Gegner zu viele Kontergelegenheiten gestatteten. Damit sich das nicht wiederholt, müssten seine Profis neuen „Spaß am Spielen entwickeln“. Ein Sieg gegen den Lieblingsrivalen würde dabei sicher helfen.

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