Eisbären siegen 4:3 : Zu früh gefreut, Pinguine!

Aufholjagd im letzten Drittel: Nach 0:2- und 1:3-Rückstand siegen die Eisbären noch 4:3 gegen Krefeld.

Hart umkämpft. Eisbären und Pinguine.
Hart umkämpft. Eisbären und Pinguine.Foto: König/Imago

So eine Aufholjagd im Eishockey will gut geplant sein. Dazu gehört zunächst einmal ein Rückstand. Die Eisbären brauchten dafür am Sonntagabend nicht lange, schon nach 40 Sekunden legten sie den Krefeld Pinguinen den Führungstreffer durch Daniel Pietta praktisch auf. In der Folge zeigten die Berliner eine der schwächsten Leistungen in dieser Saison, was nach dem starken Auftritt am Freitag beim 6:1 gegen Ingolstadt doch einigermaßen überraschend kam. Im ersten Drittel gelang den Gastgebern vor 9071 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof so gut wie gar nichts, dass es letztlich noch einen 4:3-Sieg (0:2, 1:1, 3:0) und damit ein Happy-End geben sollte, schien nach den ersten 20 Minuten fast schon utopisch. Denn kurz vor der ersten Pause hatten die Eisbären auch noch Justin Fesers 0:2 gefangen.

Im zweiten Drittel machten es die Berliner dann schon besser. Verteidiger Blake Parlett gelang der Anschlusstreffer, in der Folge gab es gute Chancen zum 2:2. Auch der Pfosten stand Krefelds Torhüter Patrick Klein einmal zur Seite.

Müller und Pietta brillierten zunächst für Krefeld

Doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite, wieder kurz vor Ende des Drittels. Die Krefelder hatten mit ihrem Topsturm um Marcel Müller und Daniel Pietta einmal mehr eine Lücke in der Verteidigung der Eisbären gefunden. Müller passte auf Kurt Davis, der Petri Vehanen überwand.
Doch all das war nur das Vorspiel für das, was dann im letzten Drittel passieren sollte. Wie aufgezogen kamen die Berliner aus der Kabine. Nick Petersen traf zum 2:3, Martin Buchwieser wenig später zum 3:3. Plötzlich war Stimmung in der Arena, auch wenn die wegen der ungeliebten Startzeit von 19 Uhr nicht besonders gut gefüllt war. Das 4:3 war nur eine Frage der Zeit. Ein Treffer von Daniel Fischbuch wurde nach Videobeweis zunächst nicht gegeben, wenig später zählte dann das Tor von Petersen. Das Spiel war gedreht, die Aufholjagd perfekt.

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