Eisbären verlieren 2:4 in München : Zu oft auf der Strafbank

Zwei Drittel lang spielen die Eisbären stark auf in München, doch kassieren dabei gleich drei Tore in Unterzahl Ihr Torwart findet es "scheiße".

Das war zu wenig. Maxim Lapierre (links) beim Bully gegen München. .
Das war zu wenig. Maxim Lapierre (links) beim Bully gegen München. .Foto: Imago

Sebastian Dahm hatte offensichtlich schlechte Laune. Zunächst analysierte der Torwart der Eisbären Berlin das Spiel bei RB München noch versucht sachlich, dann aber brach es aus ihm heraus. „Das war echt scheiße“, sagte Dahm im Interview mit "Magenta-Sport". So wie seine Mannschaft das gemacht habe, so könne man in München nicht auftreten, wenn man Erfolg haben wolle. Das wollten die Berliner natürlich, doch am Ende verloren sie 2:4 (0:1, 2:2, 0:1) beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). München hat alle vier Spiele gewonnen und jetzt schon zwölf Punkte auf dem Konto, bei den Eisbären sind es nach der zweiten Auswärtsniederlage nur fünf Punkte. Das ist natürlich für die Berliner zu wenig.

Am Freitag war nach dem eher glücklichen Zwei-Punkte-Erfolg gegen Köln die Welt der Eisbären noch in Ordnung, am Sonntag geriet sie vor nur 4280 Zuschauern im Olympia-Eisstadion ins Wanken. Eben wiel sie zu undiszipliniert spielten und das brachte ihren Torwart schließlich in Rage. „Gegen so einen guten Gegner, da müssen wir mehr Disziplin haben“, sagte Dahm. „Außerdem müssen wir besser in Unterzahl spielen.“

Gleich drei Powerplaytore musste Dahm kassieren, die Eisbären hingegen trafen nur einmal in Überzahl – und das Tor von Ortega zum 2:3 aus Berliner Sicht fiel bei fünf gegen drei.

München legte immer vor, im ersten Drittel durch Konrad Abeltshauser, dann durch Mark Voakes zum 2:0. Leo Pföderl schoss dann sein erstes Tor für die Eisbären, doch dann war wieder München dran. In Überzahl überwand Philip Gogulla Eisbären-Torwart Dahm. Die Berliner kamen dann zwar durch Austin Ortega noch mal heran, aber im letzten Drittel schwanden ihnen sichtlich die Kräfte. Nach dem vierten Tor von München durch Nationalspieler Yasin Ehliz war alles entschieden.

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Es war eine bittere Niederlage für die Berliner, die auch ein wenig Pech hatten mit ihren drei Pfostenschüssen. Einfach ist die Situation für die Eisbären nun nicht, am Donnerstag müssen sie zum Meister Adler Mannheim. (Tsp)

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