Eishockey-WM : 6:1 - Deutschland besiegt Südkorea klar

Ein souveräner Erfolg erhält die Chancen auf das WM-Viertelfinale: Das deutsche Eishockey-Team besiegt Außenseiter Südkorea 6:1.

Wieder einer drin. Leon Draisaitl (29) feiert mit seinen Kollegen.
Wieder einer drin. Leon Draisaitl (29) feiert mit seinen Kollegen.Foto: Reuters

Wenn sich dem Deutschen Team bei der Eishockey-WM in Herning etwas vorwerfen ließ, dann nur, dass es seinen herausragenden Torwart Niklas Treutle (Nürnberg) den Shut-out vermasselte. Südkorea kam nämlich noch zu einem bedeutungslosen Treffer und somit siegte das Team von Marco Sturm "nur" 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) und erhält sich mit nunmehr fünf Punkten aus vier Spielen die Chance auf das WM-Viertelfinale in den letzten drei Gruppenspielen.

Zweimal Yasin Ehliz (21. Minute/49.), NHL-Top-Star Leon Draisaitl (11.), Patrick Hager (30.), Frederik Tiffels (35.) und Yannic Seidenberg (53.) sicherten den den verdienten deutschen Sieg. Nach dem schlechtesten WM-Auftakt seit fünf Jahren mit drei Niederlagen aus drei Spielen schoss sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm vor 7092 Zuschauern den Frust von der Seele. „In der Situation, in der wir waren, war doch viel Druck auf uns. Dafür haben wir einen guten Job gemacht“, sagte Olympia-Silbergewinner Hager.
Für die mit sechs eingebürgerten Nordamerikanern verstärkte südkoreanische Auswahl traf nur Brock Radunske (58.) in Überzahl. Die Asiaten bleiben damit punktlos und spielen 2019 wahrscheinlich wieder in der zweitklassigen B-Gruppe. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat dagegen mit nun fünf Punkten aus vier Spielen weiterhin die Chance, zum dritten Mal am Stück ein WM-Viertelfinale zu erreichen. „Das Turnier ist noch nicht vorbei für uns. Wir sind noch mitten im Rennen“, meinte Hager.

Samstag geht es gegen Lettland weiter

Dafür muss die deutsche Auswahl am Samstag gegen Lettland (12.15 Uhr/Sport1) nachlegen. Zudem müsste wohl ein Sieg gegen die Top-Teams Kanada oder Finnland her. „Wir wollen jetzt so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Das beginnt am Samstag“, sagte Draisaitl.
Auf den zweifachen Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl muss das DEB-Team dabei aber verzichten. Der angeschlagene NHL-Stürmer wird nach dem Playoff-Aus mit Pittsburgh nicht mehr als vierter Profi aus der stärksten Liga nach Dänemark kommen. Zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft hat die deutsche Mannschaft nun zwei freie Tage. (Tsp, dpa)

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