Eiskunstlauf-WM : Savchenko/Massot nach dem Kurzprogramm auf Titelkurs

Nach dem Olympiasieg soll es auch mit dem ersten gemeinsamen WM-Titel klappen. Und der Anfang in Mailand ist Aljona Savchenko und Bruno Massot am Mittwoch schon einmal geglückt.

Gut geflogen. Aljona Savchenko und Bruno Massot sind auf Gold-Kurs.
Gut geflogen. Aljona Savchenko und Bruno Massot sind auf Gold-Kurs.Foto: Reuters

Von Müdigkeit keine Spur. Nach einer erfrischend-peppigen Kurzkür zum Lindy Hop „That Man“ ist der erste WM-Titel für die deutschen Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot zum Greifen nahe. Die Olympiasieger übernahmen am Mittwoch in Mailand mit einer persönlichen Bestmarke von 82,98 Punkten die Führung. „Wir laufen hier ohne Druck“, sagte der von den Winterspielen immer noch stark erkältete Massot, „es ist egal, welche Farbe die Medaille hat. Unser großes Ziel haben wir ja erreicht.“ So locker traten die Vorjahres-Zweiten auch auf.

Zwar fehlen die chinesischen Titelverteidiger Sui Wenjing/Han Cong wegen eines Ermüdungsbruchs der 22-Jährigen. Aber die russischen Europameister Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow (81,29) und die Franzosen Vanessa James/Morgan Cipres (75,32) lauern auf ihre Chance. Die Eiskunstlauf-WM auszulassen, war für Savchenko keine Option: „Ich mag Italien - die Sprache, das Essen und die Mode.“ Zudem seien Familie und Freunde nach Mailand gekommen.

Ob das Erfolgspaar seine Karriere fortsetzt, ist noch unklar

„Bruno hat noch keinen WM-Titel, deswegen ist er hoch motiviert“, sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union. Aber auch die 34 Jahre alte Savchenko, die mit Robin Szolkowy bereits fünfmal triumphierte, will noch einmal ganz oben auf das Treppchen. Denn ob das Erfolgspaar seine Karriere fortsetzt, ist noch unklar und soll erst im April besprochen werden.

Einen guten WM-Einstand feierten die Berliner Annika Hocke/Ruben Blommaert, die sich als 16. mit 63,26 Zählern haarscharf für das Finale qualifizierten. „Es ist nicht einfach, aber wir haben das Beste gezeigt, was wir können“, sagte der 25 Jahre alte Bundeswehrsoldat. Trainer Knut Schubert war begeistert: „Das ist super für die erste Saison. Wenn das so weitergeht, lässt sich etwas Feines formen.“ (dpa)

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