Englischer Pokal : Fan-Attacke überschattet Chelsea-Sieg

Chelsea London hat mit einem Sieg gegen Tottenham das Halbfinale des Liga-Pokals erreicht. Nächster Gegner ist nun Blackburn. Überschattet wurde das Spiel von einem Angriff auf Frank Lampard.

London - Michael Ballack ist nur noch einen Sieg von seinem ersten Auftritt im traditionsreichen englischen Pokal-Endspiel entfernt und kann mit dem FC Chelsea weiter von vier Titeln in dieser Saison träumen. Der Einzug ins Halbfinale durch ein 2:1 bei Tottenham Hotspur wurde allerdings durch eine Fan-Attacke auf Teamkollege Frank Lampard überschattet. Der englische Fußball-Nationalspieler wurde nach dem Abpfiff auf dem Rasen des Stadions an der White Hart Lane von einem Anhänger der Spurs angegriffen.

Fan-Attacke zieht Ermittlungen nach sich

Nur mit Mühe konnte Mittelfeldstar Lampard den Faustschlägen ausweichen. "Ich dachte, er könnte mich mit einem Hieb erwischen, ich konnte mich gerade noch ducken", sagte Lampard. Der Fan musste von fünf Sicherheitskräften eingefangen werden. Der englische Verband kündigte Ermittlungen gegen die Gastgeber aus dem Norden Londons an.

Durch die Tore von Andrej Schewtschenko und Shaun Wright-Phillips bei einem Gegentor von Robbie Keane per Foulelfmeter erreichte Chelsea die Vorschlussrunde. Den Weg zum Endspiel im neuen Wembley-Stadion am 19. Mai verstellt nun nur noch Halbfinalgegner Blackburn Rovers (14. April). Ballack kam für Chelsea über 90 Minuten zum Einsatz. Im ersten Spiel hatte der englische Meister nur mit Mühe ein 3:3 gegen den Stadtrivalen erzielt und musste daher zur Wiederholungspartie antreten.

ManU ebenfalls im Halbfinale

Auch Tabellenführer Manchester United zog im "Nachsitzen" ins Halbfinale ein. Siegtorschütze Cristiano Ronaldo musste sich jedoch nach dem 1:0-Erfolg Betrugsvorwürfe vom Gegner FC Middlesbrough gefallen lassen. Nach einem vermeintlichen Foul von Jonathan Woodgate an dem Portugiesen verwandelte dieser den umstrittenen Strafstoß zum Endstand. "Vielleicht mögen mich manche Leute nicht. Vielleicht bin ich zu gut", sagte der seit Wochen in glänzender Form spielende Ronaldo. "Für mich war es ein Strafstoß. Er hat mich getreten", betonte er. Unterstützung bekam der 22-Jährige von seinem Trainer Alex Ferguson: "Es ist eine Schande. Sie verpassen ihm ein Stigma, das er nicht verdient." Manchester trifft im Halbfinale auf den FC Watford. (tso/dpa)

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