Sport : Entscheidung in der Nachspielzeit

Leverkusen – Mönchengladbach 1:0

Erik Eggers

Leverkusen - In der zweiten Minute der Nachspielzeit wendet sich doch noch alles zum Guten für Bayer Leverkusen. Einen Freistoß Bernd Schneiders legt Simon Rolfes dem unermüdlichen Andrej Woronin auf, und tatsächlich trudelt der Linksschuss des ukrainischen Stürmers aus 18 Metern abgefälscht ins rechte Eck. Der achte Saisontreffer Woronins macht den glücklichen 1:0-Sieg Leverkusens gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach perfekt.

Leverkusen rangiert damit als Fünfter erstmals seit der Winterpause wieder auf einem Uefa-Cup-Platz, während Gladbach nun fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz hat. „Zum Glück ist der Ball rein gegangen“, sagte der Torschütze, der zwischen 1995 und 2000 beim Gegner unter Vertrag gestanden hatte, „das war Glück, man hat gesehen, dass die Gladbacher ein bisschen frischer waren.“ Entsprechend geknickt war Gladbachs Trainer Jos Luhukay. „Das ist unglaublich bitter, dass wir am Ende dieses Tor kassiert haben“, sagte der Niederländer, „wir haben uns in keiner Phase wie ein Absteiger präsentiert“. Nun müsse sein Team „beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt zurückkommen“, forderte er.

„Ich bin total glücklich“, sagte Bayer-Coach Michael Skibbe, „diese drei Punkte eröffnen uns nun gute Perspektiven für den Endkampf in der Bundesliga.“ Und dennoch war die Stimmung bei Skibbe nur mäßig, da die Fans aus dem eigenen Lager den Bosnier Sergej Barbarez ausgepfiffen hatten. „Das ist eine absolute Frechheit, die Fans haben sich benommen wie eine wilde Horde“, sagte der 41-jährige Coach wütend.

Nach einer langweiligen ersten Halbzeit bot der zweite Abschnitt bessere Unterhaltung. Nach einer Stunde hätte Gladbach in Führung gehen müssen. Stürmer Nando Rafael verfehlte völlig frei stehend das Tor nur knapp. Dann traf Insua zwar aus 20 Metern, doch Schiedsrichter Stark entschied auf Abseits – eine klare Fehlentscheidung. „Ich glaube, dass war kein Abseits“, sagte Luhukay. Eigentlich hatten sich alle schon mit dem Remis abgefunden. Doch dann kam Woronin, traf mit links und setzte zu einem langen Jubellauf an.

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