• Erster Bundesligist erreicht K.-o.-Runde der Europa League: Wolfsburg ist weiter, Gladbach hat beste Aussichten

Erster Bundesligist erreicht K.-o.-Runde der Europa League : Wolfsburg ist weiter, Gladbach hat beste Aussichten

Der VfL setzt sich in der Ukraine durch. Das reicht für den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde. Gladbach revanchiert sich auswärts beim Wolfsberger AC.

Wolfsburgs Spieler bejubeln das 1:0 von Wout Weghorst (li.).
Wolfsburgs Spieler bejubeln das 1:0 von Wout Weghorst (li.).Foto: dpa

Der VfL Wolfsburg hat sich als erster deutscher Verein vorzeitig für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert. Der Fußball-Bundesligist gewann am fünften von sechs Vorrunden-Spieltagen mit 1:0 (1:0) beim ukrainischen Klub PFK Olexandrija und profitierte davon, dass der weiter sieglose Hauptkonkurrent AS Saint-Etienne auch am Donnerstagabend nur 0:0 gegen Tabellenführer KAA Gent spielte.

In der Ukraine schoss Wout Weghorst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter das entscheidende Tor (45.+1). Wolfsburg hatte in der EM-Arena von Lwiw lange Zeit alles im Griff, ließ die zweite Halbzeit aber noch einmal zu einer Zitterpartie werden.

Vor diesem Spiel waren für die Mannschaft von Oliver Glasner noch alle möglichen Szenarien denkbar gewesen. Im unglücklichsten Fall hätte sie sogar auf den letzten Platz dieser Gruppe zurückfallen können. Entsprechend abwartend begann der VfL.

Der Außenseiter aus Olexandrija, der zum ersten Mal überhaupt an der Gruppenphase eines internationalen Wettbewerbs teilnimmt und der aufgrund der viel zu geringen Kapazität seines eigenen Stadions im 850 Kilometer entfernten Lwiw spielen muss, hatte genau wie im Hinspiel (3:1 für den VfL) eine starke erste Viertelstunde.

Viel mehr kam dann bis zur Pause aber nicht mehr von den Ukrainern. Von da an dominierte Wolfsburg das Spiel. Weghorst hatte bereits in der 13. Minute eine Doppelchance. Auch ein Kopfball von Marcel Tisserand flog nur knapp über das Tor (24.). Glück hatte der VfL nur, als der ukrainische Stürmer Dimitro Schastal nach einem Freistoß aus kurzer Distanz an Torwart Koen Casteels scheiterte (19.).

In der zweiten Halbzeit verpassten es die beiden Wolfsburger Brasilianer Joao Victor (49.) und William (58.), frühzeitig alles klar zu machen. Das hielt Olexandrija im Spiel. Wolfsburg baute stark ab, doch die Ukrainer waren zu harmlos, um das auszunutzen.

Mönchengladbach siegt dank Stindl

Borussia Mönchengladbach hat nach dem glücklichen Sieg beim österreichischen Klub Wolfsberger AC beste Chancen auf den Einzug in die nächste Runde der Europa League. Der Bundesliga-Tabellenführer bezwang am Donnerstagabend den Dritten der österreichischen Liga mit 1:0 (0:0). Damit reicht den Gladbachern im letzten Spiel der Vorrundengruppe J gegen Basaksehir FK aus Istanbul ein Remis zum Überwintern im internationalen Wettbewerb.

Die Türken verloren im Parallelspiel gegen AS Rom klar 0:3 (0:3). Vor 12.073 Zuschauern in Graz erzielte Lars Stindl in der 60. Minute den entscheidenden Treffer für Borussia. Die Österreicher haben damit keine Chance mehr auf das Erreichen der nächsten Runde.

Im kleinen Grazer Stadion, wo die Wolfsberger wegen ihres noch kleineren Stadions ihre internationalen Spiele austragen, kam die neuformierte Elf von Trainer Marco Rose zwar zunächst gut in die Partie und hatte durch einen Distanzschuss von Alassane Plea (10.) auch die erste gute Möglichkeit.

Doch Wolfsberg blieb wie im mit 4:0 gewonnenen Hinspiel vor allem bei Standards und Kontern gefährlich, zeigte sich sehr zweikampfstark und stellte Borussias Defensive vor Probleme.

Nach einem Fehler von Ramy Bensebaini musste Tobias Strobl gegen Anderson Niangbo (30.) in höchster Not klären. Die Gäste leisteten sich im Spielaufbau bis dahin zu viele Fehler und provozierten dadurch gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor. Vor allem der junge Romano Schmid sorgte beim WAC für viel Wirbel in der Offensive.

Die Gladbacher bekamen ihre Chance durch einen der bis dahin seltenen Angriffe. Einen präzise und direkt gespielten Pass von Oscar Wendt, der sein 80. Europapokalspiel absolvierte, nutzte Stindl aus kurzer Distanz zum 1:0. Sechs Minuten später hatte Plea das 2:0 auf dem Fuß, vergab jedoch aus guter Position. Am Ende waren die Gäste dann dem zweiten Treffer näher als Wolfsberg dem Ausgleich. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!