Sport : Es werden noch Tickets zurückerwartet

Robert Ide

München - Kurz vor Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft bleibt immer noch unklar, ob die Stadien tatsächlich voll besetzt sein werden. „Das Risiko von leeren Plätzen wird wohl bis zum Schluss bleiben“, sagte Horst R. Schmidt, der für Tickets zuständige Vizepräsident des WM-Organisationskomitees, am Rande des Fifa-Kongresses in München. Die deutschen WM-Planer, die den Kartenverkauf verantworten, erwarten vor allem für weniger attraktive Spiele mit Außenseitern und für abschließende Gruppenspiele, vor deren Beginn bereits die Achtelfinalisten feststehen, noch Rückgaben von der Fifa.

Der Weltverband hatte hunderttausende Karten für die Landesverbände und den VIP-Kartenverkauf reserviert. „Es werden uns auch während der Weltmeisterschaft Rückläufer erreichen“, kündigte Schmidt an. Die Restkarten sollen im Internet auf www.fifaworldcup.com angeboten werden. Vorrangig werden allerdings die Käufer von Optionskarten bedient, die sich in Wartelisten eingetragen und bereits Teilbeträge bezahlt haben. Nach Auskunft von Schmidt gibt es etwa 130 000 solcher Vorbestellungen, „bei weniger attraktiven Spielen sind es zuweilen aber nur 1000“. Sollte die Zeit für den Weiterverkauf zu knapp werden, könnten auch Restkarten an den Ticketschaltern der Stadien angeboten werden. Das soll laut Schmidt allerdings „die letzte Lösung“ sein. Vorerst werden an den Schaltern keine Karten angeboten. Diese überschüssigen Karten stammen wieder aus dem Kontingent kleiner Landesverbände sowie von der Schweizer Agentur ISE, die von der Fifa mit dem VIP-Kartenverkauf beauftragt worden war und die zuletzt zehntausende Karten zurückgegeben hatte.

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