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Oscar Piastri fährt einen Start-Ziel-Sieg ein.

© Darko Bandic/AP/dpa

Formel 1: Piastri feiert Sprint-Sieg nach Titelkampfansage

Oscar Piastri will nicht Lando Norris' WM-Helfer sein. Das zeigt er beim Sprint in Katar und gewinnt. Norris wird Dritter, das reicht, um mit einem guten Polster in den Grand Prix zu starten.

Stand:

Oscar Piastri hat seine sieglose Zeit beendet und im Titelkampf der Formel 1 nach Wochen erstmals wieder Punkte aufgeholt. Der Australier gewann das Sprintrennen auf dem Lusail International Circuit in Katar vor George Russell im Mercedes und seinem im WM-Klassement führenden McLaren-Teamkollegen Lando Norris. „Lasst uns so weitermachen“, funkte Piastri an die Box. „Oscar ist auf jeden Fall zurück“, betonte Teamchef Andrea Stella.

Vierter wurde Titelverteidiger Max Verstappen im Red Bull. „Es war schwierig“, sagte er. „Es war Schadensbegrenzung“, konstatierte Teamchef Laurent Mekies. Im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft könnte die Entscheidung damit allerdings immer noch und nur zugunsten von Norris an diesem Sonntag (17.00 Uhr MEZ/Sky) beim Großen Preis von Katar fallen. Die Startaufstellung dafür wird heute noch um 19.00 Uhr MEZ (Sky) ausgefahren.

Der Vorsprung von Norris schmolz um zwei Zähler auf 22 vor Piastri. Auf Verstappen, der in den vergangenen vier Jahren den Titel holte, hat Norris einen Vorsprung von 26 Zählern. Gewinnt er das Hauptrennen, ist er der 35. Weltmeister in der Formel-1-Geschichte. Rechnerisch können ihm aber auch schon vier Punkte als Siebter reichen, wenn die andere beiden leer ausgehen. 

Piastri liefert nach Titelkampfansage

Der Titel stand noch nicht zur Vergabe, wohl aber die Möglichkeit für Norris, seine Chancen weiter zu erhöhen, sich zum ersten Mal zum Weltmeister zu krönen. Nur, dass seine beiden Verfolger genau das verhindern wollten. Und vor allem Piastri hatte noch vor den ersten Runden eines deutlich gemacht hatte: Er will selbst noch Weltmeister werden. 

Piastri hatte sich mit der Pole im WM-Kampf zurückgemeldet, Verstappen war nicht über Startplatz sechs hinausgekommen. Norris stand dazwischen auf Startrang drei. Zweiter war Russell, Vierter Fernando Alonso im Aston Martin und Fünfter Verstappens Teamkollege Yuki Tsunoda.

Befürchtung vom McLaren-Geschäftsführer

Verstappens Problem: Der Unterboden war an seinem Wagen massiv beschädigt, wie Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko betonte. Für den Sprint bekam der Wagen einen neuen. „Ich bin mir sicher, Max kommt von hinten dadurch“, sagte McLarens Geschäftsführer Zak Brown. 

Verstappen versuchte es auch und kam auf Rang vier vor, Tsunoda machte natürlich ohne Gegenwehr Platz. Vorn verteidigte Piastri seine Pole vor Russell und Norris, danach kam dann Verstappen. Und er war dicht dran an Norris, so dicht, dass er die Überholhilfe DRS aktiveren konnte, bei der der Heckflügel flachgelegt werden kann, um den Luftwiderstand zu verringern. 

„Das Hüpfen ist wieder so schlimm“, funkte Verstappen aber an die Box. Hieß: Der Wagen setzte immer wieder auf. Dicht ran, geschweige denn vorbei an Norris kam Verstappen nicht, nach acht Runden war klar: Mehr als Platz vier geht nicht. Der Rückstand wuchs deutlich an. „Ich habe ihn eigentlich nie gesehen“, sagte Norris über Verstappen. 

Vorn fuhr Piastri, der zuletzt den Großen Preis der Niederlande Ende August gewonnen hatte, ungefährdet seinem dritten Sprintsieg in Katar nacheinander entgegen.

© dpa-infocom, dpa:251129-930-357214/3

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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