Fragen an den 1. Spieltag : Wenn die Oma in Albanien Schwarzwaldklinik guckt

Die Oma von Paderborns Klaus Gjasula war Fan von Klausjürgen Wussow, Claudio Pizarro ist immer noch dabei und was man sonst noch zum Spieltag wissen sollte.

Namenspatron. Dank Klausjürgen Wussow heißt Klaus Gjasula Klaus.
Namenspatron. Dank Klausjürgen Wussow heißt Klaus Gjasula Klaus.Foto: Rolf Haid/dpa

Was haben wir verpasst?
Die „Sommerpause“ war dieses Jahr über weite Strecken wortwörtlich zu verstehen. Klar, es gab da diesen Rekordtemperaturtag in Geilenkirchen, das Wetter präsentierte sich landesweit dann aber doch eher wechselhaft wie sonst erst im Herbst. Gleich von einem „Sommerloch“ zu sprechen, wäre dann aber doch etwas übertrieben. Zumindest im übertragenen Sinne gab es hierzu jedoch die passenden Geschichten. So weigerte sich zum Beispiel Florian Kohfeldt in der Vorbereitung der Bremer, auf dem T-Shirt eines Fans zu unterschreiben, weil darauf das Logo der Bayern prangte. Der Trainer von Werder reihte sich damit ein in eine möglicherweise lange Liste von Spielern, die sich weigerten, auf einem Vertragsstück zu unterschreiben, weil darauf das Logo der Bayern prangte.

Zumindest sicherte sich Münchens Präsident Uli Hoeneß aber ein Gläschen Bier – spendiert von Dietrich Mateschitz, sollte Leipzig in den kommenden drei Jahren nicht Meister werden. Der 1. FC Köln dagegen sicherte sich die Rechte, die Eiscreme von Klubikone Lukas Podolski („Ice Cream United“) verkaufen zu dürfen. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Wo tagt zum Auftakt der Ältestenrat?
Der letzte Erfolg von Düsseldorf in Bremen liegt über 42 Jahre zurück. Dass das sehr lange her sein muss, sieht man vor allem daran, dass zu diesem Zeitpunkt weder der – in Fußballerjahren gemessene – sehr, sehr alte Claudio Pizarro (40 Jahre) noch Oliver Fink (37) geboren waren. Dabei gelten der Peruaner im Werder-Trikot und der Pfälzer von der Fortuna derzeit als die beiden ältesten Spieler in der Bundesliga. Vor allem Pizarro erinnert in seiner – voraussichtlich – letzten Spielzeit dabei immer mehr an Dirk Nowitzki. Als der Basketballstar in der NBA vergangenes Jahr seine Abschiedssaison für Dallas spielte, zollten selbst die gegnerischen Fans dem damals 40-Jährigen ihren Respekt. Pizarro – bisher 472 Bundesliga-Spiele – könnte nach dieser Saison sogar noch bis auf Platz elf der Spieler mit den meisten Einsätzen vorrücken. Womöglich ohne Heimniederlage als Bremer gegen Düsseldorf.

Wie Dirk Nowitzki. Claudio Pizarro wandelt auf den Spuren des Basketball-Heldens.
Wie Dirk Nowitzki. Claudio Pizarro wandelt auf den Spuren des Basketball-Heldens.Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Wer spielt beim falschen Verein?
Diese Geschichte beginnt in Albanien. Großmutter Gjasula verschlingt jede Folge der Schwarzwaldkinik. Als ihr erster Enkel geboren wird, bekommt er den Namen Jürgen. Der zweite heißt Klaus – zu Ehren von Serienprofessor Brinkmann, der im echtem Leben Klausjürgen Wussow hieß. Den echten Klaus Gjasula zog es in jungen Jahren und mitsamt seiner Familie dann von Albanien tatsächlich nach Freiburg – gar nicht so weit von der Klinik Glotterbad entfernt, die in der Serie als Kulisse für Brinkmanns Arbeitsplatz diente. Gjasula wurde schließlich Fußballspieler und absolviert sein erstes Bundesligaspiel nun für den SC Paderborn. Vielleicht empfiehlt sich der 29-Jährige, der seit einer Jochbeinverletzung vor sechs Jahren mit Glückshelm spielt, dabei ja noch für eine Anstellung im Breisgau beim SC. Da würde jede Oma einschalten.

Mit Helm. Klaus Gjasula jubelt nach einem Tor für den SC Paderborn.
Mit Helm. Klaus Gjasula jubelt nach einem Tor für den SC Paderborn.Foto: Frank Molter/dpa

Und sonst?
Warten alle auf die erste Gelbe Karte für einen Trainer. In England traf es zuletzt Pep Guardiola. Gelb oder nix? Für den Schiri war die Sache klar.

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!