• Fragen an den 21. Bundesliga-Spieltag: Wie ein Griff in die Trickkiste dem rheinischen Derby helfen soll

Fragen an den 21. Bundesliga-Spieltag : Wie ein Griff in die Trickkiste dem rheinischen Derby helfen soll

Torjäger Jhon Cordoba trifft nur in Köln. Das Derby findet aber in Mönchengladbach statt. Kein Problem. Oder? Und was macht eigentlich Erling Haaland?

Auswärtshemmung. Darf Kölns Coach Markus Gisdol in Mönchengladbach über ein Tor von Jhon Cordoba jubeln?
Auswärtshemmung. Darf Kölns Coach Markus Gisdol in Mönchengladbach über ein Tor von Jhon Cordoba jubeln?Foto: dpa

Der 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga hält das Treffen der Toptorjäger bereit. Aber anstelle von Robert Lewandowski und Timo Werner spricht die ganze Welt nur von Erling Haaland.

Was ist nur noch Randnotiz?

Robert Lewandowski und Timo Werner haben Historisches geschafft! Und niemand will groß darüber reden. Das Torjägerduo hat mal eben nach 20 Spieltagen 20 Tore und mehr geschossen, was in der Geschichte der Bundesliga zuvor nur Franz Brungs und Hannes Löhr in derselben Saison gelungen war. Der eine, Löhr, wurde 1967/68 schließlich Torschützenkönig und feierte mit dem 1. FC Köln den Pokalsieg. Der andere, Brungs, wurde mit dem 1. FC Nürnberg Deutscher Meister. Ihm waren in der besagten Spielzeit in einem Spiel gegen Bayern München gleich fünf Treffer gelungen, darunter ein Hattrick in zwölf Minuten.

Was macht Haaland?

Fünf Treffer, sechs Treffer, sieben. So viele erzielte Erling Haaland in seinen ersten drei Bundesligaspielen für Borussia Dortmund. Doch die sensationelle Form des 19 Jahre alten Norwegers reichte in seinem vierten Spiel – in dem Haaland Tor Nummer acht schoss – unter der Woche im Pokal in Bremen nun erstmals nicht zum Sieg seines neuen Klubs. Gegen Leverkusen soll das im Samstagabendspiel (18.30 Uhr) nun wieder anders aussehen.

Wer schießt ein Törchen?

In Berlin reden sie nur noch vom Big City Club. Also in Berlin bei Hertha. Denn momentan ist ja eindeutig der 1. FC Union die Fußballadresse Nummer eins in der Stadt. Nicht nur wegen des Hinspielsieges, auch rein tabellarisch. Seit nun bereits zehn Spieltagen stehlen die Köpenicker den Charlottenburgern schon die Show und damit auch den selbst wohl eher als Unwort des Jahres empfundenen Titel des BCC.

Der Vorsprung von Union ist in den letzten Runden allerdings von mal sieben Punkten auf mittlerweile nur noch ein mickriges Törchen geschmolzen. Zur großen Wachablösung an diesem Samstag wurde vonseiten Herthas nun alles Erdenkliche vorbereitet: Für die eigene Sturmreihe im Spiel gegen Mainz setzen sie auf Wintereinkauf Krzysztof Piatek aus Mailand. Und der Sturmreihe von Unions Gegner Bremen liehen sie Davie Selke. Vielleicht ist es ja der Ex-Stürmer, der – wenn er denn rechtzeitig fit wird – Hertha zum BCC macht.

Wer ändert die Gesetze?

Wenn der 1. FC Köln am Sonntag nun auch noch das Derby bei Borussia Mönchengladbach gewinnt, dann tragen sie Markus Gisdol wohl bald nur noch auf Händen durch die Stadt. Doch auch nach fünf Siegen aus sechs Spielen muss sich der Trainer da jetzt endlich mal was einfallen lassen. Gladbach liegt in der Heimtabelle nämlich ganz vorn, und die Kölner in der Auswärtswertung ziemlich weit unten. Torjäger Jhon Cordoba traf zuletzt sieben Mal – aber immer nur zu Hause. Ein Mitspieler griff da schon mal in die Trickkiste und setzte das Derby mit einem Pokalspiel gleich – das hat ja bekanntlich seine ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Und Lewandowski und Werner?

Die treffen am Sonntag mit ihren Klubs aus München und Leipzig aufeinander. Dass sich die beiden am Ende aber Pokal und Meisterschaft aufteilen, würde zumindest einem von beiden nicht ganz so gut gefallen.

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