Fragen an den 4. Spieltag : Warum Leipzig gegen Bayern Favorit ist

Im ersten Spitzenspiel der Saison empfängt Leipzig die Münchner – und sollte sich vor den Bayern nicht in die Hosen machen. Für RB spricht die Statistik.

Tabellenführerjagd. Bayerns Joshua Kimmich grätscht gegen Leipzigs Timo Werner.
Tabellenführerjagd. Bayerns Joshua Kimmich grätscht gegen Leipzigs Timo Werner.Foto: Matthias Balk/dpa

Wer jagt den Ersten?
Vier der aktuell fünf besten Mannschaften treffen an diesem Wochenende aufeinander. Zum ersten Mal muss sich dabei Leipzig als Tabellenführer gegen den direkten Verfolger wehren. Dass es sich dabei um den Rekordmeister aus München handelt, sollte die Sachsen vor dem Spitzenspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) nicht weiter einschüchtern: In der Rolle des Jägers gingen die Bayern nämlich öfter als Verlierer vom Platz (11) denn als Gewinner (9). Vier der letzten fünf Gastspiele beim Gejagten wurden sogar verloren.

Es könnte vielleicht helfen, dass Bayer Leverkusen bereits am Samstagnachmittag bei Borussia Dortmund gastiert und sich bei einem Erfolg die vorläufige Tabellenführung sichern würde. Der BVB ist in allen drei Partien in dieser Saison jeweils mit 0:1 in Rückstand geraten und steht mit Platz fünf so schlecht dar wie noch nie unter Trainer Lucien Favre. Für Leverkusen wäre es – saisonübergreifend – der fünfte Auswärtserfolg in Serie. Das schaffte der Klub zuletzt 1998 unter Christoph Daum.

War jagt alle?
Auch im Tabellenkeller kommt es zu einem direkten Duell. Der Letzte aus Mainz empfängt mit Hertha BSC den Vorletzten. Gekrankt hat es bei beiden Klubs bisher vor allem an der Torausbeute. Der FSV traf zwei seiner zwei Saisontore mit dem Kopf. Die Berliner trafen zwei ihrer vier Saisontore ins eigene Netz.

Wann fällt der nächste Rekord?
Am 12. September 1999 erzielte ein gewisser Claudio Pizarro für Bremen (5:0 gegen Kaiserslautern) sein erstes Bundesliga-Tor. Weitere 20 Jahre später hält der Werder-Stürmer mittlerweile den Rekord für die meisten Bundesliga-Einsätze eines Ausländers und ist mit bald 41 Jahren der älteste Torschütze. Bei seinem nächsten Treffer, womöglich an diesem Samstag in der Alten Försterei gegen Union (15.30 Uhr), wäre der Peruaner ab sofort auch noch der Spieler mit dem größten Altersabstand zwischen zwei erzielten Toren. Diesen Rekord hielt bislang ein gewisser Lothar Matthäus.

Rüstiger Nichtrentner. Werders Claudio Pizarro trifft und jubelt gerne.
Rüstiger Nichtrentner. Werders Claudio Pizarro trifft und jubelt gerne.Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Wer darf (schon wieder) nicht spielen?
Nach seiner Ausleihe kehrte Vincenzo Grifo (Bild) zur neuen Saison aus Freiburg nach Hoffenheim zurück. Der Stürmer aus Pforzheim konnte sich dort unter dem neuen Trainer Alfred Schreuder aber nicht durchsetzen und schmorte die ersten beiden Saisonspiele auf der Tribüne.

Kurz vor dem Transferschluss sicherte sich nun erneut – und dieses Mal ganz – der Sportclub aus dem Breisgau die Rechte an Grifos Toren. Dass es an diesem Sonntag (15.30 Uhr) nun gleich zum direkten Duell beider Geschäftspartner kommt, ist vor allem für Grifo bitter: Wegen einer Vertragsklausel darf der 26-Jährige – wie bereits beim letzten Aufeinandertreffen schon – nicht mitwirken. Den Weg hinauf auf Hoffenheims Tribüne kennt er ja schon zu genüge.

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