Fragen an den Spieltag : Wem schmeckt der Döner von Podolski nicht?

Gladbacher Fans laufen Sturm, Aubameyang ist erneut nicht dabei und Heynckes macht Werder Mut. Unsere nicht ganz ernst gemeinten Fragen an den Spieltag.

Benjamin Apitius
Wer schreit am Spieß? Gladbacher schmähen Podolskis Döner.
Wer schreit am Spieß? Gladbacher schmähen Podolskis Döner.Foto: imago/Eibner

Was will Podolski mehr?

Für den Tabellenletzten aus Köln wurde der Rückrundenstart vergangene Woche zum Festtag. Erst klauen vor dem Derby gegen Mönchengladbach drei als Ordner verkleidete FC-Fans eine Fahne der gegnerischen Anhänger und dann erzielt Simon Terodde in der Nachspielzeit auch noch den unverhofften Siegtreffer. Der Urkölner Lukas Podolsi twitterte begeistert: „Derbysieg, 3 Punkte, Fahne – was will man mehr?“ Vielleicht ja noch ein bisschen Traffic auf der Internetseite seines gerade erst eröffneten Dönerimbiss „Mangal Döner“? Nach Podolskis Tweet meldeten sich sogleich zahlreiche Gourmets zu Wort, vornehmlich aus Mönchengladbach oder zumindest leidenschaftlich mit der Borussia verbunden. „War leider total grün das Fleisch. Die Knoblauchsauce schmeckte leicht säuerlich mit einem Hauch Nachgeschmack an Kölsch.“ Oder auch: „Döner schmeckt nach Ziegenbock.“ Podolski ließ sich die gute Laune davon nicht nehmen: „Danke für eure Bewertungen. 1 Stern ist aber immer noch besser als 0 Punkte #DönerDerbySieger“ – und stellte die Bewertungsfunktion kurzerhand ab.

Wo ist Aubameyang mit dem Kopf?

Der Stürmer macht bei Borussia Dortmund unschöne Schlagzeilen. Nachdem er vor einer Woche nach dem Abschlusstraining die Mannschaftssitzung geschwänzt hatte, wurde der 28-Jährige erst für das Spiel gegen Wolfsburg und, wie Donnerstag bekannt wurde, nun auch für die Begegnung gegen Hertha nicht in den Kader berufen. „Wir haben den Eindruck, dass er im Kopf mit anderen Dingen beschäftigt und deshalb nicht voll fokussiert ist. Folgerichtig stellt sich die Frage, ob er uns in Berlin helfen kann“, teilte Sportdirektor Michael Zorc mit.

Wem macht Heynckes Hoffnung?

Für Werder Bremen sieht es am kommenden Sonntag traditionell finster aus. Die vergangenen 14 Begegnungen gingen für die Hanseaten gegen den FC Bayern verloren. An diesem Spieltag droht darüber hinaus die insgesamt 600. Niederlage für Bremen seit Bundesligagründung. Hoffnung macht da ausgerechnet die Quote von Jupp Heynckes: Gegen keinen anderen Klub verlor der 72-Jährige häufiger (14 Niederlagen in 36 Spielen).

Was reicht Schweinsteiger nicht?

Die SG Buna Halle wollte in der zurückliegenden Woche niemand geringeren als Bastian Schweinsteiger via Facebook zu einem Vereinswechsel motivieren. Der Achtligist aus Sachsen-Anhalt stellte ein Baugrundstück in Aussicht, einen Tennisplatz für seine Frau, einen Kindergärtner und viele kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Der ehemalige Nationalspieler ließ dem Amateurklub ausrichten, er habe sich über das Angebot amüsieren können. Unterschrieben hat er dann aber doch bei Chicago Fire in der US-Profiliga. Die SG Buna Halle sollte sich vielleicht eher auf Spieler aus Mönchengladbach stürzen. Wer für einen schlechten Döner 60 Kilometer weit nach Köln fährt, reist für eine schöne Linsen-Suppe mit Blutwursteinlage bestimmt auch nach Sachsen-Anhalt.

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