Fußball-Bundesliga : Leverkusen gewinnt in Frankfurt, Leipzig besiegt Werder

Bei Freiburg gegen Mainz gibt es gleich mehrere kuriose Szenen. Und in Augsburg sorgt mal wieder der Videobeweis für Wirbel. Die Bundesliga-Zusammenfassung.

Leipzigs Bernardo jubelt mit Kevin Kampl nach seinem Treffer zum 2:0.
Leipzigs Bernardo jubelt mit Kevin Kampl nach seinem Treffer zum 2:0.Foto: Foto: Jan Woitas/dpa

RB Leipzig – Werder Bremen 2:0

Das Zuspiel von Werders Thomas Delaney kam zentimetergenau. Dumm nur, dass der Pass direkt vor dem eigenen Strafraum den Gegenspieler fand. Naby Keita bedankte sich mit einem Schuss aus 20 Metern – und Leipzig führte nach gut einer halben Stunde. Die Gäste aus dem Untergeschoss der Liga schüttelten sich kurz, danach waren sie richtig gut im Spiel. Aber Max Kruse sowie mehrmals Fin Bartels vergaben ihre Möglichkeiten. Und Leipzigs Dayot Upamecano hätte bei einem Kopfball fast ein Eigentor fabriziert. RB bekam in der Schlussphase mehrere Konterchancen. Die Entscheidung besorgte Bernardo mit einem Weitschuss.

SC Freiburg – Mainz 05 2:1

Die erste Hälfte verlief ziemlich ereignislos. Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff wusste Danny Latza dann nach einem kurzen Abstoß seines Torwarts Robin Zentner nicht so richtig, was er mit dem Ball machen sollte. Irgendwann entschied sich Latza – aber komplett falsch. Er spielte den Ball Richtung Torwart zurück, Freiburgs Nils Petersen ging dazwischen und vollendete zur Führung für Freiburg. Stichwort kuriose Situation: Als die Gastgeber später auf eine Spielunterbrechung warteten, machte Mainz einfach weiter. Jean-Philippe Gbamin schickte den Ball aus der eigenen Hälfte auf die Reise. Dieser ging an die Latte. Der Abpraller landete bei dem absolut freistehenden Kenan Kodro, der Torwart Alexander Schwolow den Ball in die Arme köpfte. Die Quittung dafür gab es wenige Sekunden vor dem Ende, als Florian Kath allein vor Zentner die Nerven behielt und einschob. Da half Mainz auch der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Emil Bergreen nicht mehr.

Eintracht Frankfurt– Bayer Leverkusen 0:1

64 Duelle hatte es in der Bundesliga zwischen diesen beiden Teams bereits gegeben. Kein einziges endete 0:0. Diesmal war Bayers Lucas Alario Mitte der ersten Halbzeit zweimal ganz nah dran, die unschöne Premiere zu verhindern. Aber er traf innerhalb von zwei Minuten erst den linken und dann den rechten Pfosten. Nach dem Wechsel drehte Frankfurt auf, hatte Chancen – und lief in einen Konter über Kai Havertz und Admir Mehmedi. Den Spielzug vollendete Kevin Volland. Damit bleibt es dabei: Bei Frankfurt gegen Leverkusen gibt es immer mindestens ein Tor.

FC Augsburg– VfL Wolfsburg 2:1

Es war ein Laufduell zwischen Wolfsburgs Maximilian Arnold und Alfred Finnbogason. Am Ende kam der Augsburger zu Fall. Gelbe Karte und Freistoß, entschied Schiedsrichter Tobias Stieler. Alles korrekt. Doch dann meldete sich der Videoassistent. Stieler sah sich die Szene noch einmal an und schwenkte auf Rot um. Wolfsburg war ab der zehnten Minute in Unterzahl. Trotzdem gingen die Gäste in der ansonsten unspektakulären ersten Halbzeit in Führung, weil Torwart Marwin Hitz einen haltbaren Ball von Daniel Didavi passieren ließ. Doch die Gastgeber schafften durch Michael Gregoritsch früh in der zweiten Hälfte den verdienten Ausgleich. Kurz danach war wieder Zeit für ein bisschen Videobeweis: Schiedsrichter Stieler gab wegen des Einsatzes von Koen Casteels gegen Caiuby zunächst einen umstrittenen Elfmeter für Augsburg, nahm diesen jedoch zurück. Der FCA gewann das Spiel aber trotzdem noch, weil Finnbogason aus Nahdistanz traf. Für Wolfsburg ist es die erste Niederlage unter Trainer Martin Schmidt. (Tsp)

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