• Galgenstrick in Garage von Nascar-Fahrer: Nascar zieht Konsequenzen aus Drohung gegen Bubba Wallace

Galgenstrick in Garage von Nascar-Fahrer : Nascar zieht Konsequenzen aus Drohung gegen Bubba Wallace

Nachdem in der Garage von Bubba Wallace ein Galgenstrick gefunden worden war, ermittelte das FBI. Wallace hatte sich unter anderem für die Black-Lives-Matter-Bewegung eingesetzt. 

"Es waren ein paar emotionale Tage", schrieb Wallace in einem Statement. 
"Es waren ein paar emotionale Tage", schrieb Wallace in einem Statement. Foto: Chris Graythen/AFP

Der Fund eines Galgenstricks in der Garage des einzigen schwarzen Nascar-Fahrers Bubba Wallace sorgt in den USA weiter für Gesprächsstoff. Zwei Tage nachdem die US-Bundespolizei FBI erklärt hatte, dass Wallace kein Opfer eines Hassverbrechens geworden war, veröffentlichte die Motorsport-Rennserie Nascar am Donnerstag (Ortszeit) ein Foto des Stricks. „Wie Sie sehen können, war die Schlinge echt, genauso wie unsere Sorge um Bubba“, sagte der Präsident von Amerikas beliebtester Rennserie, Steve Phelps.

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Nascar habe über 1600 Garagen an 29 Rennstrecken überprüfen lassen. Doch nur in der Garage von Wallace am Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama sei ein Galgenstrick gefunden worden. Den FBI-Ermittlungen zufolge ist dieser aber bereits im Oktober 2019 angebracht worden. Damals hätte noch niemand wissen können, dass das Wallace-Team letzte Woche diese Garage zugewiesen bekam.

Wallance bedankte sich in einem Statement, dass er in den sozialen Medien veröffentlichte. "Es waren ein paar emotionale Tage", schreibt Wallace."Ich bedanke mich bei meinem Team, Nascar und dem FBI, die diese Bedrohung erst genommen haben."


Als Konsequenz aus dem Vorfall will Nascar zusätzliche Kameras in den Garagen installieren und das Personal an den Rennstrecken sensibilisieren. So etwas dürfe nie wieder passieren, betonte Phelps: „Dass niemand an einer Schlinge vorbeigeht, ohne zu erkennen, welchen potenziellen Schaden sie anrichten kann.“
Der Fund des Galgenstricks in Wallaces Garage am Sonntag (Ortszeit) war in den vergangenen Tagen als rassistischer Angriff verurteilt worden. Der 26 Jahre alte Rennfahrer setzt sich unter anderem für die Bewegung „Black Lives Matter“ gegen Rassismus ein. (dpa)

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