Sport : Glückliche Niederlage für Leverkusen

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Lens - Es hätte noch schlimmer kommen können für Bayer 04 Leverkusen. Im Hinspiel des Achtelfinales im Uefa-Cup ist das Team von Trainer Michael Skibbe am Donnerstag beim französischen RC Lens gescheitert – mit einem glücklichen 1:2 (0:1).

Nachdem Olivier Monterrubio die Franzosen früh mit einem Heber aus 15 Metern in Führung gebracht hatte, verspielte ausgerechnet Leverkusens Torschütze Karim Haggui die Chance auf eine bessere Ausgangsposition im Rückspiel. Der Tunesier erzielte zwar nach knapp einer Stunde das wichtige Anschlusstor zum 1:1, verschuldete dann aber 20 Minuten später den entscheidenden Foulelfmeter, den Daniel Cousin lässig verwandelte. Und zudem sah Haggui für seine unfaire Aktion noch Gelb-Rot.

Die 29 200 Zuschauer im Stade Felix Bollaert bekamen kein schönes, aber ein sehr umkämpftes Spiel zu sehen. Bayer- Coach Michael Skibbe vertraute mit einer Ausnahme der Anfangsformation vom vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart, als Leverkusen 3:1 gewann. Für Sergej Barbarez musste Paul Freier weichen. Torwart René Adler wurde nach zuletzt ausgezeichneten Leistungen mit seinem Europacup-Debüt belohnt. Nach einer guten ersten Hälfte nahmen ihm die Gegner aus Lens in der zweiten Halbzeit für einen Moment die Arbeit ab: Fasst wäre Stürmer Aruna Dindane das 3:1 gelungen – hätte nicht Issam Jemaa bei dieser Riesenchance im Weg gestanden und den Ball abgefälscht.

In der Schlussphase wurde der Tabellenzweite der französischen Eliteliga noch einmal so angriffsstark, dass es für Leverkusen nur mit Glück bei der knappen Niederlage blieb. Dennoch ist Trainer Skibbe zuversichtlich: „Bis zum Elfmeter hatten wir das Spiel voll im Griff, deshalb bin ich auch für das Rückspiel optimistisch“, sagte er. Auch Kapitän Carsten Ramelow war mit seinen Teamkollegen zufrieden: „Wir haben alles gegeben und gefightet und Gott sei Dank kein drittes Tor bekommen.“ Tsp/dpa

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