Große Überraschungen bei Darts-WM : Bitteres Karriereende für van Barneveld

Der fünfmalige Weltmeister Raymond van Barneveld scheitert bereits in der ersten Runde. Auch Rob Cross, der Weltmeister von 2018, ist schon raus.

Raymond van Barneveld ist bei der WM nicht mehr dabei.
Raymond van Barneveld ist bei der WM nicht mehr dabei.Archivfoto: imago images/Colorsport

Nachdem er Raymond van Barneveld endgültig in Rente geschickt hatte, konnte Darin Young den größten Moment seiner Darts-Laufbahn nur kurzzeitig genießen. Auf der Bühne jubelte er noch ausgelassen, doch schon wenige Minuten später im Presseraum wirkte auch der amerikanische Außenseiter getroffen. „Für mich ist das alles aufregend, aber ich fühle mit Raymond“, sagte Young nach seinem überraschenden 3:1-Sieg beim WM-Auftaktmatch im Londoner Alexandra Palace.

Sein Erfolg war mehr als eine große WM-Überraschung, sie beendete die über 30 Jahre währende und glorreiche Karriere eines der besten Darts-Spieler der Geschichte. Van Barneveld ist fünfmaliger Weltmeister und wollte zum Abschluss seiner Karriere noch einmal für einen Glanzpunkt auf der größten Bühne der Welt sorgen.

Daraus wurde nichts mehr, das 1:3 gegen einen Underdog unterstrich viel mehr, wie weit „Barney“ seinen Zenit überschritten hat.

Van Barneveld packte am späten Samstagabend seine Pfeile, winkte noch kurz mit bedröppelter Miene ins Publikum und beantwortete auch die Interviewfragen tief enttäuscht in aller Kürze. So hatte sich der 52 Jahre alte Routinier sein Karriereende mit Sicherheit nicht vorgestellt.

„Wenn du zwei Jahre in Serie in der ersten Runde verlierst, dann bist du ein Amateur. Dann gehörst du nicht mehr in dieses Spiel. Das werde ich mir selbst bis zum Ende meines Lebens sagen“, bilanzierte van Berneveld.

Noch schlechter erging es Rob Cross. Der Weltmeister von 2018 und Mitfavorit unterlag in seinem ersten Match dem Belgier Kim Huybrechts glatt mit 0:3 und muss sich damit frühzeitig von allen Titelträumen verabschieden. „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das wirklich passiert ist“, kommentierte Huybrechts seinen unerwarteten Coup.

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