Handball-Bundesliga : Die Füchse Berlin verlieren 27:32 in Leipzig

Die Einstellung bei den kriselnden Handballern der Füchse Berlin stimmt - trotzdem kassieren sie in Leipzig ihre vierte Niederlage hintereinander.

Harter Kampf. Paul Drux wird von zwei Leipzigern gestoppt.
Harter Kampf. Paul Drux wird von zwei Leipzigern gestoppt.Foto: Imago / Beautiful Sports

Die Sache mit der Gelben Karte hatte sich diesmal schnell erübrigt. Im Handball steht der Zeitpunkt der ersten Verwarnung immer auch sinnbildlich für Faktoren wie Einsatzbereitschaft, Aggressivität und Wille. In einem ihrer letzten Spiele hatten die Füchse Berlin einmal sage und schreibe 18 Minuten gebraucht, ehe sie die Grenze des Erlaubten überschritten.

Am Donnerstagabend, im Auswärtsspiel beim SC DHfK Leipzig, benötigte die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic keine 90 Sekunden dafür. Die Einstellung stimmte also beim kriselnden Handball-Bundesligisten aus Berlin – im Gegensatz zum nackten Resultat. Nach 60 spannenden, umkämpften Minuten vor 4700 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena mussten sich die Füchse mit 27:32 (15:16) geschlagen geben.

Durch die wettbewerbsübergreifend vierte Niederlage hintereinander verlieren sie Tabellenplatz fünf und die direkte Europapokal-Qualifikation mehr und mehr aus den Augen. Die Leipziger, die ihren Ansprüchen in dieser Saison ebenfalls hinterherlaufen, durften sich dagegen über zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen.

In einem temporeichen, kurzweiligen Spiel konnte sich bis zum 6:8 durch Fabian Wiede (18. Minute) keine Mannschaft absetzen. Offensiv wurden die Berliner vor allem von Paul Drux getragen, dem vier der ersten sieben Füchse-Treffer gelangen. Auf der anderen Seite zeigte ein anderer deutscher Nationalspieler seine Klasse: Gegen Philipp Weber fanden die Gäste unter den Augen von Bundestrainer Christian Prokop kein Mittel. Allerdings machten es die Abwehrreihen den beiden Rückraumschützen phasenweise auch sehr einfach. Mit einem 15:16-Rückstand gingen die Berliner in die Kabine.

Auch der Torhüterwechsel brachte nichts

Nach der Pause blieb die Begegnung bis in die Schlussphase spannend – ehe sich die Füchse selbst schwächten. Nach einer Roten Karte gegen Mijajlo Marsenic und einer Zeitstrafe wegen Meckerns gegen Fabian Wiede entglitt den Berlinern in doppelter Unterzahl die Partie. Coach Petkovic versuchte noch einmal alles, tauschte unter anderem Torhüter Silvio Heinevetter mit Malte Semisch. Am Ende vergebens. Tsp

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