Hertha BSC : Pal Dardai probt für den Ernstfall

Am Mittwoch bestreitet Hertha BSC ein Testspiel gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld. Ein Innenverteidiger ist dafür noch keine Option.

Wohin führt der Weg? Hertha bereitet sich auf die Rückrunde vor
Wohin führt der Weg? Hertha bereitet sich auf die Rückrunde vorFoto: dpa

Deutlich vor allen anderen war Valentino Lazaro auf dem Trainingsplatz. Der 22 Jahre alte Fußballprofi von Hertha BSC hatte zusammen mit Athletiktrainer Henrik Vieth ein paar Runden im Regen gedreht. Als der Österreicher, der zum Herthaner der Hinrunde gewählt worden war, seine Individual-Einheit beendet hatte, startete das übliche Training für die Mannschaft des Berliner Bundesligisten. Lazaro war neulich im Training umgeknickt, hatte sich am Sprunggelenk verletzt. Herthas Trainer Pal Dardai verordnete ihm etwas Schonung.

Hertha startet am 20. Januar in die Rückrunde

Vielleicht wird Lazaro schon am Mittwoch im Testspiel gegen Arminia Bielefeld auflaufen. Das Spiel gegen den Zweitligisten wird aller Voraussicht nach im Amateurstadion stattfinden (14 Uhr), eventuell werde man aber auch auf Herthas regulären Übungsplatz, den Schenckendorffplatz, ausweichen. „Wir brauchen dieses Testspiel, damit wir in den Rhythmus kommen“, sagte Dardai am verregneten Dienstag. „Wir wollen diese Belastung für die Bundesliga, damit wir uns gegen Nürnberg nicht nach einer Stunde unwohl fühlen.“

Bekanntlich starten die Berliner am 20. Januar mit dem Spiel beim 1. FC Nürnberg in die Rückrunde. Ohne Test unter Wettkampfbedingungen möchte der 42-jährige Ungar mit seinem Team nicht in die Rückrunde gehen. In der nächsten Woche wird es dann noch ein internes Testspiel geben. Gegen Bielefeld werden einige Spieler über die volle Distanz von 90 Minuten gehen. „Die sogenannte A-Elf wird 70 Minuten spielen, die anderen dann 20 Minuten, die später auf dem Platz noch weitertrainieren werden“, sagte Dardai. Er wolle sehen, wie gerade jene Spieler das Training der vergangenen Tage verkraftet haben, die zuvor verletzt waren. Beispielsweise Niklas Stark. Der 23 Jahre alte Innenverteidiger hatte sich im November verletzt und war seitdem ausgefallen.

Dardai: "Es gibt keine Vorteile für irgendwen"

Ähnliches gilt für Karim Rekik. Der wird gegen Bielefeld auf keinen Fall auflaufen. Rekik war erst Anfang der Woche nach einer langen Ausfallzeit in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Er wird eine Laufeinheit absolvieren“, sagte Dardai über den 24 Jahre alten Holländer. Zusammen mit Stark bildete er das Stammduo in Herthas Innenverteidigung. Nach ihren Ausfällen spielten dort hauptsächlich Fabian Lustenberger und Jordan Torunarigha. „Jetzt geht es für alle Kandidaten von vorne los, es gibt keine Vorteile für irgendwen“, sagte Dardai.

Kommenden Sonntag wird Hertha an einem Viererturnier in Düsseldorf teilnehmen, bei dem ein Spiel 45 Minuten dauert. Hertha spielt dort zunächst gegen Borussia Mönchengladbach und trifft dann, je nach Ausgang, auf Gastgeber Fortuna Düsseldorf oder Bayern München. Trotz des Regens gab es am Dienstag ein kleines Ständchen der Gruppe. Es galt Mittelfeldspieler Arne Maier, der 20 Jahre alt wurde.

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