Herthas Trainer vor dem Start : Pal Dardai hätte gerne noch zwei neue Spieler

Die sportliche Vorbereitung ist quasi abgeschlossen. Für die Kaderzusammenstellung gilt das noch nicht.

Ausbaufähig. Trainer Pal Dardai möchte noch zwei Neue für seinen Kader.
Ausbaufähig. Trainer Pal Dardai möchte noch zwei Neue für seinen Kader.Foto: Annegret Hilse/dpa

Pal Dardai hat genug. Genug von der Warterei. Seit zwei Wochen schon. Er will, „dass es endlich losgeht“. Aber es geht halt erst jetzt los, mit der ersten Runde im DFB-Pokal beim Drittligisten Eintracht Braunschweig. Da ist Hertha BSC am Montag angesetzt worden (18.30 Uhr/live bei Sky). „Dadurch zögert sich alles noch weiter raus“, sagt der Trainer des Fußball-Bundesligisten.
So kann Dardai bislang nur Folgendes mitteilen: „Der körperliche Zustand der Mannschaft ist sehr gut. Der Teamgeist auch. Wir haben in der Vorbereitung physisch und taktisch alles durchgezogen wie geplant.“ Sportlich ist die Vorbereitung abgeschlossen, für die Kaderzusammenstellung gilt das noch nicht. „Der Manager arbeitet hart“, sagt Dardai bezogen auf Michael Preetz. „Aber es ist nicht einfach, der Markt ist ein bisschen verrückt geworden.“ Will heißen, dass Ablösesummen häufig in Dimensionen liegen, bei denen Hertha BSC nicht mithalten kann.

Gesucht wird ein offensiver Mittelfeldspieler

„Wenn ich zwei Spieler kriege, bin ich glücklich. Wenn ich sie nicht kriege, bin ich auch glücklich“, sagt Dardai. Vor allem für das offensive Mittelfeld wird dringend noch jemand gesucht. Glücklich wäre Dardai auch, wenn Nationalspieler Marvin Plattenhardt endgültig in Berlin bliebe. „Ich habe nie etwas anderes gehört. Das waren immer nur Spekulationen“, sagt der Ungar.
Mögliche Zugänge hin, mögliche Abgänge her, bei Hertha wollen sie nun wissen, wo sie stehen. Gegen Braunschweig und am kommenden Samstag beim Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg. Pokal gegen einen unterklassigen Gegner, das war bei Hertha BSC lange Zeit fast untrennbar mit großem Zittern und nicht selten mit großen Enttäuschungen verbunden. Doch in der jüngeren Vergangenheit haben sich die Berliner stabilisiert. Das letzte Aus gegen einen Kontrahenten unterhalb der Zweiten Liga ereilte Hertha 2014 bei Arminia Bielefeld. Kaum weniger ärgerlich war allerdings die Pokal-Niederlage in der vergangenen Saison, 1:3 in der zweiten Runde gegen den späteren Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln.
Schon war er wieder ausgeträumt, der ewige Traum vom DFB-Pokalfinale im Olympiastadion. Geträumt werden darf unter Umständen auch diesmal wieder. Aber noch nicht jetzt, vor der ersten Runde. „Dafür ist es zu früh“, sagt Dardai. Erst einmal steht Braunschweig auf dem Programm. Am Montag geht es los. Endlich.

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