Höchste Saisonniederlage : Eisbären zu anfällig in Unterzahl

Die Eisbären verlieren 4:7 in Augsburg und verpassen den Sprung an die Tabellenspitze. Dabei haben die Berliner insbesondere in Unterzahl große Probleme.

Trainer Uwe Krupp konnte mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.
Trainer Uwe Krupp konnte mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.Foto: dpa

Eigentlich war alles wie zuletzt immer bei den Eisbären am Sonntagabend in Augsburg. Sean Backman erzielte sein Tor und traf damit inzwischen schon im sechsten Spiel nacheinander für die Berliner. Auch Jamie MacQueen war erfolgreich, sogar zweimal. Der Stürmer hatte gegen die Panther die letzten vier Treffer der Eisbären erzielt. Doch all das reichte nicht, um die greifbare Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu übernehmen, weil eben auch bei den Augsburgern vieles so lief wie häufig.

Das Powerplay der Panther klickte, gleich vier Tore erzielten die Gastgeber mit einem Mann mehr auf dem Eis. Und so hieß es am Ende vor 4946 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion 7:4 (2:1, 4:3, 1:0) für die Augsburger – es war der neunte Heimsieg der Schwaben gegen die Berliner in den vergangenen zwölf direkten Duellen. In der Tabelle bleiben die Eisbären damit Dritter, mit einem Sieg hätten sie nach dem 18. Spieltag wieder die Spitze in der DEL erobern können.

Daraus wurde nichts, weil am Sonntag eine der Stärken in dieser Saison im Berliner Spiel nicht zum Tragen kam. Die Abwehr wackelte von Beginn an bedenklich, dabei hatten die Eisbären bisher nicht einmal mehr als vier Gegentore hinnehmen müssen. Diese Marke war in Augsburg schon nach einer knappen halben Stunde überschritten. Zwischen der 21. und 30. Minuten fielen insgesamt sieben Tore ein einem zu diesem Zeitpunkt vogelwilden Spiel. Die Berliner hatten aus einem 1:3 ein 3:3 gemacht, nur um gleich wieder in Rückstand zu geraten. Grund dafür waren etliche Undiszipliniertheiten, die Augsburg immer wieder zum Powerplay einluden. Und das beherrschen die Panther nun einmal, die Quote lag vor dem Spiel schon bei 22 Prozent. So ging es hin und her, nach 30 Minuten waren bereits zehn Treffer gefallen. Petri Vehanen konnte einem Leid tun.

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Danach berappelten sich beide Abwehrreihen, die Eisbären fanden kaum noch Lücken, obwohl sie bis in die Schlussphase alles nach vorne warfen. Das 4:7 rund sechs Minuten vor dem Ende bedeutete dann die Entscheidung, erstmals nach neun Spielen in Folge blieben die Berliner damit wieder punktlos. „Es ist immer schwer in Augsburg zu gewinnen, gerade wenn du so viele Strafzeiten kassierst“, sagte Florian Busch bei Telekom Sport. Letztlich passte aber auch das irgendwie zu diesem Spiel. (Tsp)

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