Sport : Im Alter anerkannt

Andere Klubs umwerben Herthas Dick van Burik

Stefan Tillmann

Berlin - Er ist oft der letzte Mann bei Hertha BSC. Im Training des Fußball-Bundesligisten, wenn Dick van Burik die Bälle von hinten verteilt und Anweisungen gibt, wie dies nur Profis mit seiner inneren Ruhe machen können. In Mönchengladbach, am Samstag, wird der 33-jährige Niederländer wohl wieder der letzte Mann sein – zumindest aus der angestammten Viererkette. Denn neben den gesperrten Malik Fathi und Josip Simunic wird eventuell auch der verletzte Arne Friedrich fehlen.

Dick van Burik wird alleine deswegen wichtiger für den Bundesligisten. Und auch von anderer Seite bekommt er die Anerkennung, die er in Berlin lange vermisst hatte: Der Innenverteidiger spricht von „mehr als zwei Anfragen aus der Bundesliga“. In der Zweiten Liga oder in seinem Heimatland will er nicht mehr spielen. Die Angebote sollen über zwei Jahre gehen. „Es schmeichelt einem, wenn Klubs noch längerfristig mit einem 33-Jährigen planen“, sagt er. Bei Hertha bekam er nur noch einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag. Dieser verlängert sich, wenn er noch zwei Spiele absolviert. In der nächsten Saison gilt dann die gleiche Regel. Manager Dieter Hoeneß hatte jüngst verkündet, dass der Vertrag auch ohne 22 absolvierte Ligaspiele verlängert würde, der Spieler erfuhr davon aus dem Internet.

Die Kommunikation zwischen Klub und Spieler war oftmals gestört. Als Außenverteidiger Arne Friedrich seinen Vertrag bis 2009 mit dem Anspruch verlängerte, „mittelfristig“ auf der Position von van Burik zu spielen, sprach mit dem Niederländer niemand. „Richtig sauer“ sei er deshalb gewesen. Inzwischen habe er mit dem Manager gesprochen und das Positionsproblem sei gelöst.

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