Internationale Meisterschaften im Para-Schwimmen : Berlins schnelles Wasser

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para-Schwimmen sollen die Rekorde fallen. Am Donnerstag ist Startschuss in Berlin

Gut auf der Bahn. Verena Schott, die 2016 über 100 Meter Olympia-Silber in Rio gewann, ist in Berlin auch am Start.
Gut auf der Bahn. Verena Schott, die 2016 über 100 Meter Olympia-Silber in Rio gewann, ist in Berlin auch am Start.Foto: Jens Buettner/dpa

In Berlin starten an diesem Donnerstag die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para-Schwimmen. In der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (Paul-Heyse-Straße) kommen über 500 Schwimmerinnen und Schwimmer aus rund 40 Nationen zu dem Wettbewerb zusammen, der gleichzeitig auch das Finale der World Series des Internationalen Paralympischen Komitees darstellt.

Für viele Athleten gilt der Leistungsvergleich in Berlin als wichtige Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften Mitte September in London. Sowohl körperbehinderte als auch sehbehinderte Athleten gehen in den Disziplinen Brust, Freistil, Lagen, Rücken und Schmetterling an den Start. Die jeweiligen Vorläufe beginnen von Donnerstag bis Sonntag um 9 Uhr, die Finals folgen an den gleichen Tagen ab 17 Uhr beziehungsweise am Sonntag bereits ab 16 Uhr.

Bei der viertägigen Veranstaltung, die bereits zum 20. Mal in Berlin ausgetragen wird, ist erneut mit einigen Weltrekorden zu rechnen – das Wasser in Berlin gilt erfahrungsgemäß als besonders schnell. Allein im letzten Jahr wurden 35 neue Bestzeiten aufgestellt, was bei lediglich 24 unterschiedlichen Wettkämpfen an der Klassifizierung liegt, nach denen die Sportler anhand des Grades ihrer Beeinträchtigung in verschiedene Startklassen unterteilt werden.

Unter besonderer Beobachtung steht dabei wohl Elena Krawzow vom PSC Berlin. Die gebürtige Kasachin stellte in den zurückliegenden Wochen über 50 Meter, 100 Meter und 200 Meter Brust gleich drei neue Weltrekorde auf in der Konkurrenz der Schwimmerinnen mit mittlerer Sehbeeinträchtigung. Über ihre Paradestrecke von 100 Metern hatte die Bestzeit zuvor sechs Jahre Bestand gehabt – und Krawzows Leistungssteigerung wurde seit ihrem Rekord Mitte April gleich zwei weitere Male überboten. Erst von der Brasilianerin Maria Carolina bei einem Wettkampf in Sao Paulo. Einen Tag später in Glasgow dann wieder von der 25-Jährigen selbst. (Tsp)

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