Sport : Jockey in Gefahr

Andrasch Starke verletzt sich, weil sein Pferd stürzt

Hartmut Moheit

Berlin - „Mir geht es im Moment sehr schlecht“, flüstert Andrasch Starke ins Telefon. Der mehrmalige deutsche Champion-Jockey hat kurz zuvor im Krankenhaus in Gerresheim eine Operation am Kiefer überstanden, doch dann fügt er überraschend hinzu: „Am Donnerstag oder am Freitag sitze ich wieder im Sattel.“ Auch sein Chef im Quartier Asterblüte bei Köln, Peter Schiergen, ist nicht sonderlich erschüttert von dem, was am Sonntag im siebten Rennen auf der Galopprennbahn in Düsseldorf geschehen ist. „Das passiert bei uns öfter, ähnlich wie bei einem Zielsprint im Radsport“, sagt der erfolgreiche Trainer.

Starke war in einem Rennen der Kategorie Ausgleich IV über 2100 Meter mit der vierjährigen Stute Bouquet im Rennen, als das Pferd nach Schiergens Beobachtung „vorn wegbrach“. Während der realtiv unerfahrenen Dunkelbraunen nichts passierte, blieb der Jockey auf dem Grasgeläuf liegen. Starke trug zwar die vorgeschriebene Schutzweste und einen TÜV-geprüften Helm, aber sein Sturz auf den Kopf brachte ihm dennoch eine Gehirnerschütterung ein. „So etwas kann schlimmer ausgehen. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde und einem Gewicht des Pferdes von 250 bis 300 Kilogramm sind bei einem solchen Sturz erhebliche Verletzungen möglich “, sagt der Hoppegartener Trainer Uwe Stech über seine Erfahrungen. „Dafür reicht, dass ein Pferd in ein Loch tritt oder mit einem Huf an ein anderes Pferd anschlägt“, berichtet Stech.

Zu Beginn der Grasbahnsaison wirft dieser Unfall Starke etwas zurück. Aus Sicherheitsgründen muss er nun auf die Ritte am kommenden Wochenende in Krefeld und Frankfurt am Main verzichten. Doch das ist zu verschmerzen. Viel schlimmer wäre es, wenn er für den World Cup in Dubai ausfallen würde. Am 31. März soll er dort in Nad Al Sheba im Dubai Sheema Classic den Wallach Quijano reiten. Das Gruppe- I- Rennen ist mit fünf Millionen Dollar dotiert, und Quijano ist derzeit der Stolz der deutschen Turf-Fans.

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