Klub-WM : Füchse Berlin erreichen das Halbfinale

Die Füchse haben bei der Klub-WM das Halbfinale erreicht. Die Berliner gewannen am Dienstag in Doha 33:25 (19:11) gegen ES Taubate aus Brasilien.

Fabian Wiede (hier beim Spiel gegen Magdeburg) war gegen Taubate zum Zaubern zumute.
Fabian Wiede (hier beim Spiel gegen Magdeburg) war gegen Taubate zum Zaubern zumute.Foto: dpa

Die Füchse Berlin haben bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften erwartungsgemäß das Halbfinale erreicht. Keine 48 Stunden nach dem Heimsieg über Lemgo zeigte der Handball-Bundesligist am Dienstagnachmittag zum Auftakt des sogenannten Super Globes in Doha eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung; nach 60 einseitigen Minuten stand ein 33:25 (19:11)-Sieg gegen ES Taubate aus Brasilien für die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic in den Büchern. Damit treffen die Berliner am Donnerstag in der katarischen Hauptstadt auf Al Sadd. Der Gastgeber setzte sich gegen das Team der Universität Sydney durch.

Bei ihrer insgesamt vierten Turnierteilnahme begannen die Füchse wild entschlossen; in der Abwehr packten sie beherzt zu und ließen dem Gegner kaum Platz zur Entfaltung, darüber hinaus trieben sie den Ball so schnell nach vorn, dass ihnen zahlreiche einfache Tempogegenstoßtreffer gelangen – und die wenigen Bälle, die in der Anfangsphase aufs Berliner Tor flogen, stellten Keeper Silvio Heinevetter kaum vor Probleme. Schnell führte der Bundesliga-Vertreter mit 9:2. „Gute Deckung, nein, Super-Deckung!“, lobte Coach Petkovic in der ersten Auszeit.

Im EHF-Cup trifft Berlin auf Aalborg

Schließlich begann auch Rückraumspieler Fabian Wiede nach einer Viertelstunde zu zaubern; er bediente Kreisläufer Erik Schmidt mit zwei No-Look-Pässen, wie man sie sonst fast nur im alljährlichen All-Star-Spiel der Bundesliga sieht. Selbst eine doppelte Unterzahl-Situation überstand Petkovics Team schadlos. Zur Pause (19:11) hatten sich bereits zehn verschiedene Füchse-Spieler in die Torschützenliste eingetragen.

Dieser Vorsprung ermöglichte es dem Trainer, nach dem Seitenwechsel noch mehr rotieren zu lassen. Die Intention hinter dieser Taktik war klar: die Berliner wollten Kräfte angesichts ihres Programms in den nächsten Tagen sparen, das im Idealfall bis Sonntag drei weitere Begegnungen umfasst. Obwohl ihnen das gelang, konnte Taubate den Rückstand in der zweiten Halbzeit nie auf weniger als acht Treffer verkürzen.

Bereits am Vormittag hatten die Berliner gespannt die Auslosung im EHF-Pokal verfolgt. Diese ergab für die dritte Runde den dänischen Vertreter Aalborg. (Tsp)

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