Kolumne zur Leichtathletik-EM in Berlin (2) : Danke an die Freiwilligen!

Ohne sie wäre die EM nicht möglich: Unsere Autor huldigt in seiner Kolumne den Freiwilligen, die sich trotz Hitze immer hilfsbereit zeigen.

Willkommenskultur: Flaggen und Freiwillige heißen die Besucher der Leichtathletik-EM willkommen.
Willkommenskultur: Flaggen und Freiwillige heißen die Besucher der Leichtathletik-EM willkommen.Foto: Paul Zinken/dpa

Zwei Männer in blauen T-Shirts mit dem Aufdruck „European Championships“ stehen bei schwer erträglicher Hitze am Ausgang der S-Bahn- Station Olympiastadion. Die Sonne knallt auf sie herunter. Ihre Nasen sind schon rot und ihr Haar ganz nass vor lauter Schweiß. Aber sie haben hier und heute einen Job zu erledigen. Auch wenn sie es freiwillig tun. Jeder von ihnen hält einen kleinen Pappkarton in der Hand. Darauf steht krakelig mit rotem Edding aufgetragen: „Olympiastadion!“

Wenn man aus der Station heraustritt, kann man nach vorne, nach links und nach rechts blicken. Tut man Letzteres, erscheint das Olympiastadion. Zu sagen, dass die riesige Arena nicht zu übersehen ist, scheint mir untertrieben. Dennoch will ich die Arbeit der beiden Herren würdigen. Ich schaue sie fragend an, senke meinen Blick auf die Pappkartons und strecke meinen Daumen nach oben. Jetzt weiß ich Bescheid.

Ich biege um die Ecke und bin flugs im Eingangsbereich des Stadions. Dort wuseln sie wieder überall herum, die Frauen und Männer in den blauen T-Shirts. Sie drücken einem ungefragt Programmhefte in die Hand, entschuldigen sich, weil sie keine Wasserflaschen verteilen können und fallen einfach durch ihre bloße Präsenz auf. Als ich mich wieder vom Stadion auf den Weg zur S-Bahn mache, zeigt mir einer der blauen Männer an, in welche Richtung ich gehen soll. Ich strecke meinen Daumen nach oben. Liebe Volunteers, ich danke euch.

- An dieser Stelle berichten wir von den etwas anderen Geschichten rund um die Leichtathletik-EM in Berlin.

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