• Nach dem 26:26 gegen den Bergischen HC: Die Füchse zwischen guter Moral und Schiedsrichterkritik

Nach dem 26:26 gegen den Bergischen HC : Die Füchse zwischen guter Moral und Schiedsrichterkritik

Die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit macht den Füchsen Berlin Mut, zum Umgang mit Neuzugang Dainis Kristopans findet Stefan Kretzschmar aber deutliche Worte.

Dainis Kristopans ist mit 2,15 Meter der größte Spieler der Handball-Bundesliga - und wird oft hart angegangen.
Dainis Kristopans ist mit 2,15 Meter der größte Spieler der Handball-Bundesliga - und wird oft hart angegangen.Foto: Soeren Stache/dpa

Die Verantwortlichen der Füchse Berlin bemühten sich, dem hart erkämpften 26:26-Remis gegen den Bergischen HC das Positive abzugewinnen. „Es fühlt sich nicht negativ an. Für die Moral war das enorm wichtig, weil wir gezeigt haben, dass wir reagieren können“, sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar. Die Füchse hatten in der zweiten Hälfte einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt. Mit dem Remis vom Dienstagabend sind die Berliner als Tabellenfünfter zumindest weiter im Verfolgerfeld der Handball-Bundesliga. Auch wenn am Ende sogar ein Sieg möglich war. „Aber da haben wir die Big Points nicht gemacht“, sagte Kretzschmar.

Als Grund dafür hat der Sportvorstand nach einigen Pleiten und dem Trainerwechsel zuletzt eine immer noch vorhandene Verunsicherung ausgemacht. „Keiner ist wirklich geil darauf, nach vorne zu gehen. Niemand will Verantwortung übernehmen“, sagte er. Die Last der Kreativabteilung liegt derzeit fast nur bei Jacob Holm. „Aber der hatte nicht seinen besten Tag.“

Sorge bereitet ihm auch der Umgang mit Neuzugang Dainis Kristopans. „Ich finde das sehr beunruhigend, dass für ihn offenbar andere Regeln gelten“, kritisierte er die Schiedsrichter-Leistungen. Der 2,15 Meter-Hüne wurde oft hart von mehreren Gegnern attackiert, bekam aber nur selten einen Pfiff. „Warum wird bei ihm mit einem anderen Maß gepfiffen?“, fragte Kretzschmar.

Die Füchse sind weiterhin auf dem Weg der Konsolidierung. Bis zur nächsten Partie am Sonntag gegen den Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt (16 Uhr/Sky) hat der neue Trainer Michael Roth aber nun zum ersten Mal mehrere Tage Zeit, um mit dem Team zu arbeiten. „Wir versuchen jetzt noch ein paar Defizite aufzuarbeiten. Wir müssen als Team noch enger zusammenwachsen“, kündigte der Trainer an. Besonders am Rückzugsverhalten der Mannschaft soll gearbeitet werden. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!