• Nach Düsseldorf und vor Wolfsburg: Eisbären Berlin setzen auf Erfahrung für Ergebnisse

Nach Düsseldorf und vor Wolfsburg : Eisbären Berlin setzen auf Erfahrung für Ergebnisse

Bei den Eisbären kehrt nach dem Sieg gegen die DEG zumindest sportlich wieder Ruhe ein – am Sonntag wollen die Berliner in Wolfsburg nachlegen.

Maxim Lapierre traf zuletzt gegen Düsseldorf und in beiden bisherigen Saisonduellen mit Wolfsburg.
Maxim Lapierre traf zuletzt gegen Düsseldorf und in beiden bisherigen Saisonduellen mit Wolfsburg.Foto: dpa


Am Samstag steht für die Eisbären Berlin eine Auswärtsreise der angenehmeren Sorte im Terminplan. Bei einem Sponsorenevent in Elstal werden die Spieler Autogramme geben und sich auf einer Eisbahn vor Ort unter die Fans mischen. Alles spricht für einen stimmungsvollen Nachmittag, zumal die Mannschaft die kleine sportliche Delle durch den 3:1-Sieg am Donnerstag gegen die Düsseldorfer EG wieder ausgebessert hat.

Serge Aubin sprach am Abend nach dem Spiel von einem „wichtigen“ Erfolg, nach drei Niederlagen zuvor spürte auch der Eisbären-Trainer eine gewisse Anspannung. Gegen die DEG äußerte sich die unter anderem darin, dass er weitgehend mit drei statt wie sonst vier Angriffsreihen spielen ließ. Leidtragende dieser Maßnahme waren die beiden jungen deutschen Spieler Fabian Dietz und Sebastian Streu, die fast durchgängig auf der Bank saßen. „Ich wollte der guten Düsseldorfer Defensive mehr Körpergröße entgegensetzen. Deswegen habe ich die erfahreneren Spieler gebracht, denn am Ende zählen nun mal die Ergebnisse“, begründete Aubin seinen Schritt.

Endlich erzielten die Berliner mal wieder ein wichtiges Tor im Powerplay

Der Erfolg gab ihm recht, mit dem einen Tag mehr Pause durch das vorgezogene Spiel am Donnerstag dürfte sich der Kräfteverschleiß bei den Profis auch in Grenzen halten. Zumal die nächste Dienstreise am Sonntag nicht viel länger dauern wird als die am Tag zuvor. Am Sonntag (17 Uhr, live bei Sport 1) nämlich spielen die Eisbären in Wolfsburg.

Gegen die Grizzlys fingen zwei Wochen zuvor die Probleme der Berliner an. 5:6 hieß es seinerzeit zuhause nach Penaltyschießen, es war ein wildes Spiel ohne große Ordnung. Die stellte sich bei den Eisbären auch anschließend gegen Köln (4:5 nach Verlängerung) und in Schwenningen (4:5) nicht wieder ein, umso wichtiger war der Erfolg nun gegen die DEG. Dass dabei auch die Defensive wieder besser stand, dürften die Verantwortlichen erleichtert zur Kenntnis genommen haben. Allerdings wurde sie von den Düsseldorfern auch kaum gefordert. Nur zu Beginn und in der Schlussphase geriet das Tor von Sebastian Dahm wirklich in Gefahr.

Dazu erzielten die Eisbären ein wichtiges Tor in Überzahl. Das 2:1 von James Sheppard war erst das zweite Tor im Powerplay, mit dem sich die Berliner in dieser Saison eine Führung erspielen konnten. „Über das Powerplay haben wir in dieser Woche so viel gesprochen“, sagte Serge Aubin und war sichtlich froh darüber, dass sich sein Reden manchmal sogar auszahlt.

In Wolfsburg könnte wieder Maximilian Franzreb zum Einsatz kommen

In Wolfsburg wollen die Berliner am Sonntag nun nachlegen, vielleicht darf neben den jungen deutschen Feldspielern dann auch der junge deutsche Torwart wieder ran. Maximilian Franzreb brennt nach seinem folgenschweren Patzer in Schwenningen auf Wiedergutmachung. Die Grizzlys kämen ihm da gerade recht: „Ich habe oft gegen Wolfsburg gespielt und eigentlich auch immer gut. Vielleicht erinnert sich der Coach ja daran und setzt mich ein“, sagte Franzreb. Gut möglich, dass der 23-Jährige das sogar noch angenehmer finden würde als einen Ausflug nach Elstal.

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