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Nach schwerem Unfall beim Indy-Car : Ex-DTM-Pilot Robert Wickens ist querschnittsgelähmt

Für Robert Wickens hat der Horror-Crash beim Indy-Car-Rennen im August schlimme Folgen. Der Kanadier veröffentlichte jetzt ein kämpferisches Video.

Traurige Gewissheit. Robert Wickens wird wohl nie wieder Autorennen fahren.
Traurige Gewissheit. Robert Wickens wird wohl nie wieder Autorennen fahren.Foto: dpa

Vor zwei Monaten war der frühere DTM-Pilot Robert Wickens bei einem Indy-Car-Rennen in einen schweren Unfall verwickelt. Nun ist klar, welche Konsequenzen dieser für ihn hat: Der 29-Jährige ist querschnittsgelähmt. Das gab der Kanadier bei Instagram bekannt. "Einige hat die Schwere meiner Verletzungen irritiert, deshalb wollte ich euch wissen lassen, wie die Realität aussieht", schrieb Wickens. Dazu ist in einem Video zu sehen, wie er von einer Liege in einen Rollstuhl steigt. Offensichtlich unter großen Schmerzen und mit viel Mühe. „Ich habe mich heute erstmals als Querschnittsgelähmter zur Seite gedreht“, schrieb der ehemalige DTM-Pilot zu einem Video aus seiner Rehabilitation.

Mitte August war es geschehen: In der amerikanischen Indy-Car-Serie kollidierte Wickens beim Rennen in Pocono/Pennsylvania mit dem Fahrzeug von Ryan Hunter-Reay. Dabei wurde der Wagen des 29-Jährigen in die Fangzäune geschleudert und zerstört. Ein Hubschrauber brachte Wickens anschließend in ein Krankenhaus in Pennsylvania. Wickens, der in der DTM von 2012 bis 2017 für Mercedes an den Start ging, erlitt eine Fraktur der Brustwirbelsäule, eine Rückenmarksverletzung und eine Nackenfraktur.

"Mein Oberkörper wird stärker und stärker. Ich habe bislang nur Videos kleiner Bewegungen in meinen Beinen veröffentlicht, aber die Wirklichkeit sieht so aus, dass ich weit davon entfernt bin, selbstständig zu laufen.“ Aufgeben, ist für den 29-jährigen Kanadier keine Option. Wickens will kämpfen, auch wenn die Reha ein langer Weg sein wird, wie seinen Worten zu entnehmen ist: „Einige Leute sind ein bisschen verwirrt über die Schwere meiner Verletzung, deshalb wollte ich euch die Wirklichkeit wissen lassen“, schrieb Wickens weiter. „Ich habe in meinem Leben nie härter für etwas gearbeitet, und ich gebe alles, was ich habe, um diese Nerven in meinen Beinen anzuregen.“ (Tsp/dpa)

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