Nations League : England und Schweiz sichern sich Gruppensieg

Die Schweiz dreht überraschend einen 0:2-Rückstand gegen Belgien und ist ebenso beim Finale der Nations League dabei wie England und Portugal.

Keine Chance für Thibaut Courtois. Haris Seferovic (Nr. 9) erzielte gegen Belgien drei Tore.
Keine Chance für Thibaut Courtois. Haris Seferovic (Nr. 9) erzielte gegen Belgien drei Tore.Foto: Fabrice COFFRINI / AFP

Harry Kane war nach seinem Siegtreffer in der 85. Minute der Matchwinner für die Three Lions. Gegen Vizeweltmeister Kroatien schoss der Torjäger die englische Nationalmannschaft mit seinem Tor zum 2:1 (0:0)-Erfolg und damit zum Gruppensieg in der Nations League. England revanchierte sich damit auch ein wenig für die Niederlage im WM-Halbfinale. Innerhalb von sieben Minuten drehten die Gastgeber die Partie. Joker Jesse Lingard (78.), der schon vor drei Tagen beim 3:0 gegen die USA getroffen hatte, glich im Wembley-Stadion für die Engländer die Führung der Kroaten durch den Hoffenheimer Andrej Kramaric (57.) aus. Auch die Vorlage zum 1:1 kam von Kapitän Kane - Lingard musste nur noch abstauben. Beim Siegtreffer drückte Kane dann einen Freistoß von Ben Chilwell im Rutschen über die Linie.

„Wir wollten alle stolz machen“, sagte Kane nach dem Zittersieg. Die Einwechslung von Lingard und des erst 18 Jahre alten Dortmunders Jadon Sancho in der 73. Minute brachte den erhofften Schwung für die furiose Schlussoffensive. Mit sieben Punkten setzte sich die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate in Gruppe 4 der A-Staffel knapp vor Ex-Weltmeister Spanien (6) durch. Kroatien (4) muss in die B-Staffel absteigen.

Noch spektakulärer - und überraschender - setzte sich die Schweiz in der Gruppe 2 durch. Angeführt vom überragenden ehemaligen Frankfurter Haris Seferovic wandelte die Schweiz sogar einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen spektakulären 5:2 (3:2)-Sieg gegen Belgien um.

Der Mönchengladbacher Thorgan Hazard hatte mit zwei Toren in der 2. und 17. Minute zwar einen frühen Vorsprung für Belgien heraus geschossen, doch die Schweizer ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. In Luzern kamen die Gastgeber zunächst durch den Ex-Wolfsburger Ricardo Rodríguez zum Anschluss (26./Foulelfmeter), bevor der frühere Frankfurter Haris Seferovic die Partie noch vor dem Seitenwechsel mit zwei Toren drehte (31./44.). Nach der Pause erzielte der Nico Elvedi den vierten Schweizer Treffer (62.), ehe der überragende Seferovic sechs Minuten vor dem Ende per Kopf den Schlusspunkt setzte. Damit ist die Schweiz ebenso für das Final Four der Nations League qualifiziert wie England und Portugal.

Das letzte Final-Ticket geht entweder an Weltmeister-Frankreich oder an die Niederlande. Die Mannschaft von Bondscoach Ronald Koeman ist bei einem Sieg oder Remis gegen Deutschland am Montagabend in Gelsenkirchen im Juni 2019 beim Endturnier in Portugal dabei. Die Auslosung für das Halbfinale findet am 3. Dezember statt. (Tsp/dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!