• Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas: Alexander Zverev vergibt die erste Halbfinal-Chance

Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas : Alexander Zverev vergibt die erste Halbfinal-Chance

Zwei Tage nach seinem starken Sieg gegen Rafael Nadal muss sich Alexander Zverev bei den ATP Finals in London Stefanos Tsitsipas geschlagen geben.

Voller Fokus: Alexander Zverev braucht noch einen Sieg für das Halbfinale bei den ATP Finals.
Voller Fokus: Alexander Zverev braucht noch einen Sieg für das Halbfinale bei den ATP Finals.Foto: Tony O'Brien/Reuters

Titelverteidiger Alexander Zverev hat bei den ATP Finals die erste Chance auf den Halbfinal-Einzug vergeben. Der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg verlor am Mittwoch in London gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 3:6, 2:6. Zwei Tage nach seinem überzeugenden Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal musste sich Zverev nach 1:13 Stunden geschlagen geben und kassierte im fünften Vergleich mit dem 21-Jährigen seine vierte Niederlage.

„Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt. Das muss ich akzeptieren und weiterkämpfen, ich habe alles noch in der Hand“, sagte Zverev. Tsitsipas steht damit als zweiter Halbfinal-Teilnehmer nach dem Österreicher Dominic Thiem beim Jahresabschluss der besten acht Spieler der Saison fest.

Alexander Zverev hat sein Schicksal noch in der eigenen Hand

In der Gruppe „Andre Agassi“ hat am Freitag das Trio aus Zverev, Nadal und dem Russen Daniil Medwedew noch die Chance auf das Weiterkommen. Zverev hat sein Turnier-Schicksal in der eigenen Hand und kann mit einem Sieg gegen den russischen Shootingstar alle Zweifel beseitigen.

Medwedew verlor gegen Nadal 7:6 (7:3), 3:6, 6:7 (4:7) und hat bereits zwei Niederlagen auf dem Konto. Der Spanier bekommt es zum Vorrunden-Abschluss mit Tsitsipas zu tun. In der Gruppe „Björn Borg“ kommt es am Donnerstag (21.00 Uhr/alle Spiele Sky) zum ultimativen Vorrunden-Showdown zwischen Roger Federer und Novak Djokovic nach dem simplen Motto „The winner takes it all“: Der Gewinner folgt Thiem in das Halbfinale, der Verlierer scheidet aus.

Im Abendspiel waren die zwei jüngsten Spieler im Feld anfangs vor allem an der Länge ihrer Haare zu unterscheiden. Vom selben Ausrüster mit weißen Shorts, grauen Shirts und orangefarbenen Stirnbändern ausgestattet, duellierten sich Tsitsipas und Zverev in ihrem fünften Vergleich bis zum Stand von 3:4 auf Augenhöhe.

Hand drauf: Stefanos Tsitsipas (links) und Alexander Zverev sind die beiden jüngsten Teilnehmer bei den ATP Finals.
Hand drauf: Stefanos Tsitsipas (links) und Alexander Zverev sind die beiden jüngsten Teilnehmer bei den ATP Finals.Foto: Adrian Dennis/AFP

Bei 2:2 vergab Zverev seine einzige Breakchance im ersten Satz, zum 3:5 verlor er dann wiederum sein Aufschlagspiel. Nach 38 Minuten ließ Zverev den Satzball zwar noch mit dem Hawk-Eye überprüfen, doch die Entscheidung war korrekt und der Durchgang mit 3:6 verloren.

Erst einmal hatte Zverev in bisher vier Versuchen gegen Tsitsipas bis dato gewonnen, beide Matches in diesem Jahr gingen knapp verloren. „Ich hoffe, dass das Resultat diesmal ein anderes ist“, hatte Zverev vor dem Match gesagt. Doch Tsitsipas war an diesem Abend zu stark.

Auch Krawietz/Mies müssen bei den ATP Finals weiter bangen

Wenige Stunden zuvor hatte Nadal ein irres Comeback gegen Medwedew noch gekrönt: Nach einem 1:5 im dritten Satz und der Abwehr eines Matchballs gewann der 33-Jährige 6:7 (3:7), 6:3, 7:6 (7:4). „Dieser Sieg ist eine Kombination aus vielen Dingen: Glück, einigen Fehlern von Daniil, einigen guten Momenten von mir am Ende“, sagte Nadal nach den heroischen 2:44 Stunden und zeigte Mitgefühl: „Es tut mir leid für Daniil. Ein Match so zu verlieren, ist hart und schmerzhaft.“

Wie Zverev verpassten auch die deutschen Doppelspieler Kevin Krawietz und Andreas Mies die Möglichkeit auf das frühzeitige Weiterkommen. Die French-Open-Sieger unterlagen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7). Das französische Duo steht damit im Halbfinale. Krawietz und Mies kämpfen am Freitag gegen die bislang sieglosen Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah um das Halbfinale. (dpa)

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