• Nowitzki glaubt an DBB-Team: Deutsche Basketballer stehen bei der WM bereits unter Druck
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Nowitzki glaubt an DBB-Team : Deutsche Basketballer stehen bei der WM bereits unter Druck

Nach der Niederlage gegen Frankreich spricht Bundestrainer Henrik Rödl vor dem Spiel gegen die Dominikanische Republik am Dienstag von einem "Must-Win".

Nach der schwachen Anfangsphase gegen Frankreich herrschte bei Bundestrainer Henrik Rödl viel Gesprächsbedarf - hier mit Dennis Schröder (rechts) und Maximilian Kleber.
Nach der schwachen Anfangsphase gegen Frankreich herrschte bei Bundestrainer Henrik Rödl viel Gesprächsbedarf - hier mit Dennis...Foto: Swen Pförtner/dpa

Die deutschen Basketballer gehen nach der knappen Auftakt-Niederlage gegen Frankreich zuversichtlich in das vorentscheidende zweite Vorrundenspiel bei der WM in China. Im Duell mit der Dominikanischen Republik am Dienstag (10.30 Uhr/Magentasport) in Shenzhen muss das Bundestrainer Henrik Rödl unbedingt gewinnen, um eine realistische Chance auf die Zwischenrunde zu wahren.

„Das ist das wichtigste Spiel überhaupt, nicht nur weil es das nächste ist, sondern weil es uns die Möglichkeit gibt, in die nächste Runde zu kommen. Es ist ohne Frage ein Must-Win“, sagte Rödl am Montag. „Die Mannschaft hat sehr viel Herz gezeigt in dem Spiel, das kann man mitnehmen. Das macht uns aus, wir werden mit voller Kraft gegen den zweiten Gegner spielen.“

Die Dominikanische Republik, die zum Auftakt Jordanien 80:76 bezwang, liegt zwar in der Weltrangliste vor dem deutschen Team um Anführer Dennis Schröder, ist aber deutlicher Außenseiter. „Sie sind nicht so strukturiert wie Frankreich. Ich glaube, dass es etwas wilder wird“, sagte Rödl zu seinen Erwartungen. „Es ist eine sehr physische Mannschaft. Sie werden uns attackieren, da müssen wir bereit sein“, betonte Guard Ismet Akpinar. „Ihr Augenmerk wird ganz klar Dennis sein, da müssen wir ihn entlasten.“

Trotz einer starken Aufholjagd mit zeitweise 24 Punkten Rückstand hatte das deutsche Team zum Start knapp mit 74:78 gegen Titelkandidat Frankreich verloren. „Es ändert sich nichts“, sagte Schröder nach der Partie. „Jedes Spiel, das wir spielen, wollen wir gewinnen. Die nächsten zwei Spiele müssen wir gewinnen, wir werden Spiel für Spiel denken, mit DomRep werden wir anfangen.“

Nowitzki glaubt an das Team

Dirk Nowitzki traut den deutschen Basketballern trotz der Auftaktniederlage bei der WM in China derweil noch einiges zu. „Die nächsten zwei Spiele zählt's. Und dann ist auch alles möglich“, sagte der 41-Jährige in einem ZDF-Interview am Montag. Vor den Augen des Würzburgers hatte die Auswahl von Bundestrainer Henrik Rödl am Sonntag in Shenzhen gegen den Titel-Mitfavoriten Frankreich mit 74:78 (20:36) verloren.

„Das war natürlich ein schlimmer Start. Alle waren ein bisschen festgefroren. Aber das ist normal, glaube ich, bei einer jüngeren Mannschaft bei einem großen Turnier“, sagte Nowitzki. Positiv war für ihn der Kampfgeist von Dennis Schröder & Co: „Sie haben Herz gezeigt und nicht aufgesteckt.“ In der Vorbereitung habe die DBB-Auswahl zudem bewiesen, dass sie mit jedem Gegner mithalten könne.

Um sicher die Zwischenrunde zu erreichen, brauchen die Deutschen nun dringend zwei Siege gegen die Dominikanische Republik und Jordanien. „Toll wäre natürlich das Viertelfinale. Aber da muss man jetzt schauen, wie sie sich reinspielen“, sagte Nowitzki. Für ihn ist das jetzige Team vielleicht die „talentierteste deutsche Mannschaft überhaupt. Wir sind toll besetzt, wir müssen unsere tiefe Bank nutzen.“ (dpa)

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