Pander-Nachfolge : Effenberg bitter enttäuscht von Gladbach

Stefan Effenberg fühlt sich bei der Entscheidung, Christian Ziege zum Nachfolger von Peter Pander in Gladbach zu machen, übergangen. Er, der "noch eine Raute im Herzen" habe, sei "mit Füßen getreten" worden, meint Effenberg.

Mönchengladbach - Mit scharfer Kritik hat Stefan Effenberg auf die Entscheidung seines ehemaligen Clubs Borussia Mönchengladbach reagiert, Christian Ziege zum Nachfolger von Peter Pander als Sportdirektor zu machen. Effenberg hatte sich bei dem abstiegsgefährdeten Bundesligisten offenbar selbst angeboten. "Ich habe Präsident Rolf Königs am Dienstag aus Florida angerufen und ihm klar und deutlich meine sofortige Hilfe angeboten", sagte er der "Bild". Er hätte Veränderungen vorgenommen und sei überzeugt gewesen, den Abstieg vermeiden zu können.

"Es ist für mich eine schallende Ohrfeige. Ich habe die Raute noch immer im Herzen", meinte Effenberg, der von 1987 bis 1990 und von 1994 bis 1998 für die Borussen spielte. "Sie bekommen mich auf dem silbernen Tablett serviert und treten es mit Füßen." Er bezweifle, ob dort Leute Entscheidungen treffen, die wirklich Ahnung vom Fußball haben. Vor allem Klubchef Königs scheint Effenberg ein Dorn im Auge.

Borussia Mönchengladbach hatte sich am Donnerstag mit sofortiger Wirkung von Sportdirektor Peter Pander getrennt und den ehemaligen Fußball-Nationalspieler Ziege zu dessen Nachfolger berufen. (tso/dpa)

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