Projekt "Profivereine machen Schule" : Wenn der Albatross unterschreiben soll

Zum siebten Mal fand in Berlin der Schulaktionstag „Profivereine machen Schule“ statt. Die größten Stars waren dabei die Maskottchen.

Emil Lauer
Cheeeeese. Die Kinder hatten ihren Spaß.
Cheeeeese. Die Kinder hatten ihren Spaß.Foto: promo

Als am Montagmorgen in der Max-Schmeling-Halle ein Pfiff ertönte, wurde es schlagartig laut. Die Kinder an der Station der Füchse Berlin fingen an, sich gegenseitig den Ball hin und her zu spielen. Nebenan dribbelten sich die Neun- bis Zehnjährigen bei Hertha BSC bis vor das Tor, um anschließend den Abschluss zu suchen. Geleitet von den jeweiligen Jugendtrainern der sechs Berliner Profivereine (Hertha, 1. FC Union, Eisbären Berlin, BR Volleys, Alba Berlin, Füchse) versuchten sich die Kinder neben Fußball und Handball in Hockey, Basketball und Volleyball.

Die größte Attraktion der siebten Ausgabe des Schulprogramms „Profivereine machen Schule“ waren aber eindeutig die Maskottchen. Mit ihrem Auftritt stellte sich der Spielbetrieb auf den kleinen Feldern sofort ein und die Kinder schwirrten um die Maskottchen herum und holten sich Autogramme. Unterschreiben mussten auch die Profispieler, die von den jeweiligen Vereinen für den Termin mit den 150 Kindern aus sechs Berliner Grundschulen abgestellt worden waren. Für Marko Kopljar sei dies aber keine Arbeit, berichtete det Handballspieler der Füchse. Für ihn stehe im Vordergrund, dass „die Kinder Sport machen.“

Mit dieser Meinung stand der 2,10 Meter große Sportler nicht alleine. Auch der Sprecher der sechs Profiklubs und Geschäftsführer der BR Volleys, Kaweh Niroomand, betonte die Wichtigkeit des Projekts. „Es ist eine gute Möglichkeit, Kinder schon früh zum Sport treiben zu animieren. Die Vereine haben da eine Leuchtturmfunktion.“ Ob die jungen Sportlerinnen und Sportler allerdings später zu den hier vorgestellten Sportarten kommen, sei zweitranging. „Schön wäre es dennoch“, fügt er hinzu.

 Ähnlich sah es auch Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. „Es ist vor allem schön für die Kinder mit motorischen Schwierigkeiten“, sagte Sandra Scheeres. Auch für sie sei dieses Projekt sehr, sehr wichtig. Und mit der Ausweitung auf Kindertagesstätten seit dem letzten Jahr, könne man nun noch mehr Kinder erreichen. „Profivereine und Vereine machen Kita“ war eine Weiterentwicklung des 2012 gegründeten Ursprungkonzeptes. Das findet auch Niroomand. „Dies ist  eine der vielen Veränderungen zu 2012.“ Man kooperiere bereits mit 35 Grundschulen und 56 Kitas. Auch sei die Organisation, speziell bei Anlässen wie heute, viel besser geworden.  

Mehr als eine Millionen Euro sind bis heute in das Projekt geflossen. Und man suche weiter nach finanziellen Unterstützern, betonte Niroomand: „Mit weiteren Mitteln könnten wir sechs bis sieben weitere Grundschulen in das Projekt mit aufnehmen.“ Zudem wäre es möglich, Aktionen wie Feriencamps oder Turniere weiter auszubauen.

Die Kinder der anwesenden Grundschulen sammelten sich schließlich mit den Verantwortlichen, den Profispielern und Trainern für ein gemeinsames Foto. Das ließen sich natürlich auch die Maskottchen nicht nehmen.

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