Rekik fehlt in Augsburg : Hertha will kompakt aus dem Keller

Hertha BSC will und muss sich in der Verteidigungsarbeit steigern. In Augsburg muss Ante Covic aber auf Innenverteidiger Karim Rekik verzichten.

Louis Richter
Zu einfach. Kevin Kampl (2. v. l.) trifft für RB Leipzig gegen Hertha BSC. Die Berliner spielten in dieser Saison nur einmal zu Null.
Zu einfach. Kevin Kampl (2. v. l.) trifft für RB Leipzig gegen Hertha BSC. Die Berliner spielten in dieser Saison nur einmal zu...Foto: dpa

Es ist nun schon eine Weile her, dass Jos Luhukay als Cheftrainer über die sportlichen Geschicke von Hertha BSC entschied. Bis in die Amtszeit des leidenschaftlich bis grimmigen Niederländers muss man jedoch zurückschauen, um vergleichbare Werte für Herthas Defensivdarbietung der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga zu finden. Nur einmal spielten die Berliner bislang zu Null (beim 4:0-Sieg in Köln Ende September), 21 Gegentore mussten sie bereits hinnehmen. Noch anfälliger zu diesem Zeitpunkt der Saison zeigte sich Hertha letztmals im November 2014, da standen unter Luhukay 22 Gegentore nach 12 Spieltagen zu Buche.

Hertha hat zuletzt viel von der Kompaktheit eingebüßt, die die Mannschaft unter dem früheren Trainer Pal Dardai noch ausgezeichnet hat. Das weiß auch der heutige Trainer Ante Covic, der den Fokus im Training vor dem so eminent wichtigen Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Augsburg (15.30 Uhr/live bei Sky) auf die Defensive legte. „Wir haben während der Länderspielpause daran gearbeitet, dem Gegner nicht so einfach Tormöglichkeiten zu geben, wie wir das in der Vergangenheit gemacht haben“, sagte Covic am Freitag. Beim letzten Spiel gegen RB Leipzig sei seine Mannschaft mit einem 1:2- Rückstand in die Kabine gegangen, ohen dass die Gäste großen Aufwand hätten betreiben müssen. „Das müssen wir verhindern“, sagt Covic.

Innenverteidiger Karim Rekik wird auf Grund eines Infekts in Augsburg nicht dabei helfen können, eine „Kompaktheit auf dem ganzen Platz“ herzustellen, wie Manager Michael Preetz es von der Mannschaft fordert. Ob Covic wie zuletzt gegen Leipzig auf eine Fünferkette mit drei gelernten Innenverteidigern setzt oder zur Viererkette zurückkehrt, wollte er noch offen lassen. Jordan Torunarigha könnte für Rekik in die Dreierkette rücken, setzt Covic auf ein Innenverteidiger-Duo, sind wohl erneut Nationalspieler Niklas Stark und Dedryck Boyata die bevorzugten Optionen.

Zu seinem ersten Saisoneinsatz könnte dagegen Mittelfeldspieler Arne Maier kommen. Der 20-Jährige sei eine Option für den Spieltagskader. „Er konnte die Trainigs der letzten Wochen problemlos absolvieren“, sagt Covic über Maier, für den ein Einsatz über die kompletten 90 Minuten aber noch zu früh kommen dürfte.

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