Siebter Liga-Sieg in Folge : BR Volleys sind ein neues Team

Die BR Volleys sind derzeit in überragender Form. Manager Kaweh Niroomand ist für die Play-offs daher zuversichtlich.

Sergej Grankin (Nummer 6) und seine Berliner Teamkollegen überzeugten in Lüneburg.
Sergej Grankin (Nummer 6) und seine Berliner Teamkollegen überzeugten in Lüneburg.Foto: Nordphoto/Imago

Kaweh Niroomand ist ein anspruchsvoller Mensch. „Natürlich ist bei uns noch Luft nach oben“, sagt der Manager der BR Volleys. Allerdings betont er auch: „Wir spielen derzeit einen sehr guten Volleyball.“ Das zeigten die Berliner auch am Samstagabend. Bei der SVG Lüneburg, wo sich der Deutsche Meister fast traditionell stets schwer tut, gewann die Mannschaft von Trainer Cedric Enard sehr souverän mit 3:1. Es war der siebte Bundesliga-Sieg nacheinander.

„Mich beeindruckt vor allem unsere Konstanz. Das hätte vor einigen Wochen kaum jemand gedacht“, sagt Niroomand. Der Aufschwung hat natürlich mit dem neuen russischen Zuspieler Sergej Grankin zu tun. Doch an der Seite des Olympiasiegers von 2012 schwingen sich auch andere Berliner zu starken Leistungen auf: Am Samstagabend war der US-Amerikaner Benjamin Patch mit 26 Punkten bester Scorer der Volleys. Zudem überzeugten Samuel Tuia sowie die Mittelblocker Jeffrey Jendryk und Georg Klein.

In der Tabelle der Volleyball-Bundesliga haben die Berliner damit ihren dritten Platz gefestigt – und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem Zweiten Alpenvolleys. „Die Platzierung ist uns mittlerweile gar nicht so wichtig“, betont Niroomand. „Solche Siege sind umso wichtiger für das Selbstvertrauen und den Rhythmus in den Play-offs.“

Die entscheidende Phase der Saison beginnt Ende März. Bis dahin können sich die Berliner in den verbleibenden zwei Hauptrundenpartien gegen Rottenburg (am nächsten Samstag in der Max-Schmeling-Halle) und Bühl noch weiter einspielen. „Wir haben jetzt ein gutes Niveau erreicht“, sagt Niroomand. Selbst nach Rückständen oder unglücklichen Satzverlusten wie nun in Lüneburg lassen sich die Volleys nicht mehr verunsichern. Nach all den Schwächephasen während der Saison kann Niroomand nun beruhigt sagen: „Es ist wie ein neues Team.“

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