Sieg gegen Panama : Belgien erst mit Problemen, dann noch souverän

WM-Debütant Panama hält bis zur Pause ein torloses Unentschieden, doch danach setzt sich die Klasse der Belgier durch.

Belgiens Romelu Lukaku freut sich über seinen Treffer zum 3:0.
Belgiens Romelu Lukaku freut sich über seinen Treffer zum 3:0.Foto: dpa

Belgien hat nach einigen Startschwierigkeiten einen ungefährdeten WM-Auftaktsieg gegen den krassen Außenseiter Panama gefeiert. Der Mitfavorit bezwang am Montag den stark kämpfenden Turnier-Neuling nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 3:0 (0:0).

Dries Mertens (47. Minute) und Romelu Lukaku (69./75.) sorgten vor 43.257 Zuschauern in Sotschi für die Entscheidung nach der Pause. Zuvor hatten sich Kevin De Bruyne, Eden Hazard und Co. überraschend schwer getan. Das vom Kolumbianer Hernan Dario Gomez trainierte Panama verkaufte sich beim Debüt in Gruppe G zumindest eine Stunde lang teuer.

Während die Belgier im Olympiastadion an den Schwarzmeerküste schnell die Kontrolle über das Spiel übernahmen, feierten Tausende Fans aus Panama jeden Ballkontakt der eigenen Mannschaft und sangen immer wieder lauthals „Vamos, vamos Panama!“. Nur vier Millionen Einwohner hat der zentralamerikanische Staat, fast alle dürften mit den Canaleros mitgefiebert haben. Wenig überraschend verteidigte Panama, der 55. der FIFA-Weltrangliste, gegen das drittplatzierte Belgien über 90 Minuten mit der gesamten Mannschaft in der eigenen Hälfte.

Zunächst viele Chancen vergeben

Angetrieben vom früheren Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne hatten die Belgier durch Yannick Carrasco (6.), Mertens (7./40.) und Hazard (12./38.) früh gute Chancen, doch es mangelte an der nötigen Präzision. Die Roten Teufel zeigten dabei im Spielaufbau Schwächen und versuchten es immer wieder vor allem über die rechte Seite. Im Zentrum stand Panama lange sicher und bot Belgien, das bei der WM 2014 genau wie bei der EM 2016 im Viertelfinale ausgeschieden war, keinerlei Raum zur Entfaltung.

Vor dem Tor strahlte Panama fast nie echte Gefahr aus, doch auch die starke belgische Offensive mit De Bruyne, Hazard und Lukaku kam bis zur Pause zu keinem Treffer. Das änderte sich erst, als Mertens nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff per Volleyschuss aus spitzem Winkel unhaltbar ins lange Eck traf. Panamas einzige Großchance bot sich Michael Murillo, der nach einem Abwehrfehler Belgiens frei vor dem Tor stand, doch an Keeper Thibaut Courtois scheiterte (53.).

Nach einer guten Stunde drehte Belgien merklich auf und sorgte gegen die in der Abwehr zunehmend überforderten Mittelamerikaner für die Entscheidung. Der 25 Jahre alte Lukaku traf erst aus kurzer Distanz per Kopf und legte anschließend mit einem Lupfer nach. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!